Abgebildete Personen
Aufnahme: 1965
Die neue Evangelische Volksschule Oberpleis wurde eingeweiht
Der im Jahre 1965 eingeweihte Schulpavillon war für die evangelische Volksschule erbaut worden. Er befand sich an der Verlängerung des Weiler Weges über die alte Turnhalle hinaus: wenn man heute (2019) von der Dollendorfer Straße auf den Busbahnhof blickt, etwa an dessen rechter hinteren Ecke in der Nähe des Eissalons.
Bis zum Schuljahrsende 1968 wurde das Gebäude bestimmungsgemäß mit 2 Klassenräumen noch von der evangelischen Volksschule genutzt, und zwar mit einem Klassenraum für das 1. und 2. Schuljahr (Lehrerin Ingrid Niederstein) und mit einem zweiten Raum für das 3. bis 8. Schuljahr (Hauptlehrer Hans-Eberhard Kopp), ab dem Schuljahr 1967 ohne die Schüler der Oberstufe, die vorzeitig schon zur Katholischen Volksschule übergewechselt waren. Den dritte Klassenraum belegte provisorisch der erste Jahrgang der neu gegründeten Realschule Oberpleis mit ihrem Lehrer Ewald Kaiser (siehe Link unten).
Im Untergeschoss befanden sich für alle nutzbar eine Küche sowie ein Physikraum und ein Werkraum.
Ab Schuljahrsanfang 1968 (Ende der kath. und ev. „Volksschule“) stand der Pavillon der nun neu gegründeten "überkonfessionellen" Kath. Grundschule Oberpleis nicht zur Verfügung (siehe Link unten). Er wurde nunmehr von der Stadtverwaltung belegt und von der Volkshochschule genutzt, aber zunächst auch noch von Real- und Hauptschule. Das Gebäude stand bis zum Jahre 1993 (siehe letztes Bild der Galerie).
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
"Unter dem Leitgedanken 'Wer nicht auf Gott baut, der hat auf Sand gebaut' stand die Begrüßungsansprache von Pfarrer Lubrich zur Einweihung der neu erbauten evangelischen Volksschule Oberpleis am Dienstag, dem 1. Juni 1965. Vor zahlreichen Gästen und Besuchern erklärte der evangelische Pfarrer, dass Geld, wenn es in Schulen angelegt würde, die größten Zinsen trage. Kaplan Kronen wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Jugend stark und kräftig im Glauben an Gott sein müsse.
Bürgermeister Weber erklärte nach einem kurzen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre, dass Rat und Verwaltung stolz seien auf das schöne Schulgebäude. Die Schule sei eine Stätte der Sitte, betonte Schulrat Reichenhoff. Ihr Schwerpunkt müsse in der Menschenbildung liegen. Von der Schule aus müsse eine Brücke zur Welt der Arbeit geschlagen werden.
Architekt Schulz übergab dann den Schlüssel des Hauses an Bürgermeister Weber, der ihn an Schulleiter Kopp weitergab. Den Ansprachen war eine Feierstunde vorausgegangen, die die kleinen und kleinsten Schulkinder in vorzüglichen Darbietungen gestalteten. Alles in allem dürfen Lehrer, Eltern und Schüler mit dem modernen 4klassigen Schulbau, in dem seit Ostern 1965 auch die Realschule untergebracht ist, sehr zufrieden sein."
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