Dem Magnetismus auf der Spur an der Oberpleiser Realschule

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2000

Dem Magnetismus auf der Spur an der Oberpleiser Realschule

Physikunterricht einmal anders
R. Kürzlich hatten die Schülerinnen und Schüler des Schwerpunktkurses Physik der Klassen acht der Realschule Oberpleis eine Unterrichtsstunde ganz anderer Art. Der Physiker Dr. Herbert Römer, vor seiner Pensionierung Mitarbeiter u.a. bei der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt und des Ministeriums für Forschung und Technologie, besuchte die Schule, um den Mädchen und Jungen die Besonderheiten des Magnetismus nahezubringen und in Experimenten zu demonstrieren. Dabei ging er zu nächst auf den historischen Hintergrund ein und zeigte an vielen interessanten Beispielen, wie die Chinesen schon vor 2000 Jahren aus Magnetsteinen Löffel geschnitzt haben, deren Stiel nach Süden zeigte.

Die Löffelform wurde wegen der Ähnlichkeit mit dem Sternbild des Großen Bären gewählt. Die Schülerinnen und Schüler konnten dann in verschiedenen Versuchen nachvollziehen, wie die Chinesen in den nachfolgenden Jahrhunderten einfachere Methoden zur Herstellung magnetischer Richtungsweiser entwickelten. Die Erläuterungen endeten dann mit der Herstellung und Anwendung von Ferro- und Ferritmagneten. Die Jugendlichen waren begeistert von dem, was sie erfahren hatten und bedauerten, dass der Schulvormittag so schnell zu Ende war. Sie bedankten sich bei Dr. Herbert Römer und nahmen sich als Nächstes vor, die Magnetfabrik in Bonn zu besuchen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 7 vom 17.02.2000; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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