Abgebildete Personen
Aufnahme: 1999
Die vier Kandidaten mit 1802 Äpfeln aufgewogen
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Apfelbörse beim 12. verkaufsoffenen Oberpleiser Sonntag
st. In eine riesengroße Kiste hatte der Oberpleiser Obstbauer Franz Bellinghausen 1500 rotwangige Äpfel eingelagert. In eine danebenstehende weitere Kiste stiegen die vier Königswinterer Bürgermeisterkandidaten: Rolf Kohlhausen, Peter Gola, Herbert Losem und Peter Wirtz. Beide Kisten waren mit einer Waage verbunden, um die Kandidaten mit Pleeser Äpfeln aufzuwiegen. Unter der „notariellen" Aufsicht von Sebastian Schuster und unter der Leitung von Hans Hillen, dem Vorsitzenden des örtlichen Werbekreises, mussten aber noch jede Menge Äpfel hinzugelegt werden, um das Gleichgewicht beider Kisten zu erreichen. Mit 1802 Äpfeln war schließlich das Gegengewicht erreicht. Zuvor waren die Kandidaten einzeln in einer Kiste, befestigt auf einem Gabelstapler hochgehievt worden, um auf ihre Wählerinnen und Wähler, die dichtgedrängt rund um das Post-Matthes-Eck standen, herabzublicken.
Sie durften einige Worte an ihr Publikum richten, ohne jedoch die Wahlen zu erwähnen. Meinte Herbert Losem: „Da lachen uns da unten die rotbackigen Äpfel an, gut, dass die keine anderen Farben haben." Und Peter Wirtz: „Entscheiden Sie sich immer für junges und frisches Obst und Gemüse." Beim verkaufsoffenen Sonntag wurde wieder die Oberpleiser Apfelbörse durchgeführt. Vier Obstbauern priesen ihre Waren an und ließen die zahlreichen Besucher auch kosten. Selbst Apfelsaft wurde angeboten. Vor der Wiegeaktion hatten die Zuschauer Gelegenheit zu schätzen und auf Losen für 1,50 das Stück anzugeben, wie viele Äpfel zum Aufwiegen notwendig wären.
Die Sieger werden am 14. September, 13,30 Uhr, im Rathaus geehrt. Neben der Apfelbörse gab es diesmal auf dem Busbahnhof auch eine „Produktbörse Siebengebirge", bei der 13 Unternehmen aus der Region ihre Produkte vorstellten, vom Imker über den Förster bis zum Landwirt. Auf dem Parkplatz vor der St. Pankratiuskirche an der Siegburger Straße herrschte reger Andrang, besonders von jüngeren Leuten, um die Live-Rockmusik auf einer Bühne zu verfolgen. An einer Kletterwand vor der Volksbank konnte Interessierte ihre Geschicklichkeit testen. Auch für die Kinder gab es allerlei Attraktionen, so mit der Wuppertaler Puppenbühne und bei anderen Unterhaltungsdarbietungen.
Essen und Trinken gab es bei dem herrlichen Spätsommerwetter an zahlreichen Ständen mehr als genug. Die Narrenzunft bot herrliche Reibekuchen an. Mehr als 500 bunte Luftballons ließen die Kinder des Kindergartens „Pusteblume" in die Lüfte steigen. Vor dem Küchenstudio Steeg bereitete der chinesische Koch Sing Yang Speisen seiner Heimat zu. Auch das Haus Maranatha, der Freundeskreis der Bibliothek und die Pfadfinder beteiligten sich aktiv an der Gestaltung des 12. Oberpleiser Sonntags, an dem die Geschäfte der Dollendorfer und der Siegburger Straße ihre Waren drinnen und draußen anboten.
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