Abgebildete Personen
Aufnahme: 1998
72 Abiturienten verabschiedet, Klaus Breuer seit 10 Jahren Direktor
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
st. Zum 21. Male legten junge Menschen am Ölberg-Gymnasium in Oberpleis ihr Abitur ab. In diesem Jahr waren es 72 Schülerinnen und Schüler. Direktor Klaus Breuer wählte die Themen Bildung und Erziehung zum Inhalt seiner Ansprache und betonte, dass die Schulabgänger in den vergangenen neun Jahren nicht nur erzogen, sondern auch gebildet wurden. Heute sei es üblich, dass die Eltern die Erziehung ihrer Kinder mehr oder weniger der Schule überlassen. Aber damit sei die Schule überfordert und müsse die Erziehungsaufgabe an die Eltern zurückgeben. Die meisten Schülerinnen und Schüler kämen heutzutage mit einem erheblichen Erziehungsdefizit zur Schule. Erst dadurch sei die Erziehung ein Teilaufgabengebiet der Schule geworden.
In seiner weiteren Rede sprach Breuer kritisch die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in Deutschland und der Welt an. Wie man die Zukunft positiv gestalten könne, machte der Direktor am Beispiel des Abiturienten Patrick Reinhardt deutlich. Der habe sich stets für die schulischen Belange eingesetzt und seinen Lerneifer dabei noch gesteigert. Die Leitung der Schule werde diesen jungen Menschen sehr vermissen. Bürgermeister Herbert Krämer beglückwünschte die 72 Abiturientinnen und Abiturienten im Namen der Stadt. Sie könnten stolz auf dieses Gymnasium sein, welches ein hohes Niveau habe und gutes Rüstzeug für die Bewältigung der Probleme in einer sich schnell verändernden Welt vermittelt habe.
Der Bürgermeister gratulierte aber auch Klaus Breuer, der nunmehr seit zehn Jahren als Direktor am Gymnasium am Ölberg wirkt. Krämer betonte, dass am Oberpleiser Gymnasium sehr viel Wert auf Menschlichkeit gelegt werde. Hohes Ansehen genieße die Schule, auch über die Stadtgrenzen hinaus, durch Theater- und Musical-Aufführungen, durch Austauschprogramme, durch ihre Chorarbeit, durch Arbeitsgemeinschaften und nicht zuletzt die Wetterstation. Der Bürgermeister sprach die Hoffnung aus, dass sich auch weiterhin künftige Studenten für ein Stipendium der Eduard- Rhein-Stiftung bewerben. Einen Kandidaten des 98er Jahrgangs nannte er schon: Markus Ansmann.
Für die Abiturienten sprach Thomas Weißenfels Abschiedsworte. Ein Grußwort der Eltern richtete Gudrun Steinmann an die Festversammlung. Nach der Zeugnisverteilung gab es noch besondere Buchpreise für herausragende Leistungen. Jahrgangsbester ist Florian Willecke. Für hervorragendes Engagement bei der Förderung schulischer Gemeinschaft wurde Patrick Reinhardt geehrt und Markus Ansmann für seinen außergewöhnlichen Einsatz zu Gunsten der Schule im Computerbereich. Den Preis der Deutschen Chemischen Industrie konnte Sandra Gilles in Empfang nehmen. Die Veranstaltung in der Aula der Schule wurde musikalisch durch Solisten des Abiturjahrgangs umrahmt, und zwar von Daniel Agi (Flöte), Barbara Hilgers (Klarinette), Bianca Schmandt und Eva Hönscheid (Klavier). Zum Abschluss der weltlichen Feier - eine kirchliche ging voraus - sang der Chor des Grundkurses Musik ein Werk von Gluck.
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