Aufnahme: 1996
Feuerwehr übte den Ernstfall am Konstantia-Haus
"Es war Samstagabend, 20.11 Uhr. Keine Karnevalssitzung, sondern eine hausinterne Feier im Oberpleiser Konstantiahaus, einem Heim für ältere Menschen. Da bemerkte eine Frau aus der Nachbarschaft, dass aus dem Altenheim dichter Rauch drang und einige Fensterscheiben bereits geplatzt waren. Fast gleichzeitig geht bei der Leitstelle eine Feuermeldung ein, die einen Brand im Altenheim anzeigt. Da unmittelbar danach zahlreiche Anrufe bei der Leitstelle eingehen, werden die Löschgruppen Uthweiler, Bockeroth, Eudenbach, Ittenbach, Oberdollendorf und Altstadt alarmiert, dazu auch der Rettungsdienst und die Polizei. Diese sperrt sofort die Dollendorfer Straße. Von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Königswinter sind 110 Männer und 17 Einsatzfahrzeuge am ‚Brandort’.
Das ganze Szenario war glücklicherweise nur eine Großübung mit Menschenrettung und Löschangriff. Als ‚Verletzte’ und ‚Rauchgasvergiftete’ stellten sich 22 Jugendliche der Jugendfeuerwehren aus Uthweiler, Bockeroth, Eudenbach, Ittenbach und Dollendorf zur Verfügung. Sie wurden mittels Trage und Drehleiter aus den oberen Stockwerken des Gebäudes ‚gerettet’. Dafür sorgten mehr als ein Dutzend Atemschutzträger, die die Fluchtwege über drei Treppenhäuser des Altenheims nutzten. Das aufgebaute Sprungtuch wurde nicht gebraucht. Sieben Minuten nach der Alarmierung per Funkmeldeempfänger war die erste Löschgruppe an Ort und Stelle.
Es wurde davon ausgegangen, dass 60 Heimbewohner in Gefahr seien, weil laut Übungsplan Rauch in den Veranstaltungsraum eingedrungen war. Von den Schwestern des Heimes, die bei der Übung sehr kooperativ mithalfen, waren schon 40 Personen nach draußen geführt worden, so dass noch 20 ältere Menschen ‚gerettet’ werden mussten. Zwei Stunden waren für die Übung angesetzt worden. Da aber alles so schön klappte, konnte schon nach einer Stunde Entwarnung gegeben werden. Zur Belohnung für den schnellen und fachgerechten Einsatz gab es für die Wehrleute ein Glas Limonade."
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