Erweiterungsbau des Konstantia-Hauses eingeweiht

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Aufnahme: 1994

Erweiterungsbau des Konstantia-Hauses eingeweiht

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

st. „Wir wohnen hier wie im Hotel. So eine Heimat für unser Alter finden wir nicht mehr wieder." Diese Worte sprach bei der Einweihung des Anbaus des Altenheimes Konstantia-Haus in Oberpleis die 83jährige Vorsitzende des Heimbeirates Thea Gramm, die seit 18 Jahren ihren Lebensabend in diesem Heim verbringt, das nun vollständig renoviert und erweitert wurde. Die Einweihungsfeierlichkeiten für den Erweiterungsbau begannen mit eines Festhochamt in der Kapelle des Hauses. Hauptzelebrant war Weihbischof Dr. Josef Plöger. Als Konzelebranten dabei waren Dechant Willi Müller, der Hausgeistliche Josef Weyler und Kaplan Pater Alvin. Zur Segnung und Weihe des Hauses trafen sich die Geistlichkeit, die Schwestern und die etwa 100 Gäste vor dem Haus. Die Weihe nahm der Bischof vor. Er segnete ein Kreuz sowie Brot und Salz als Symbole für gute Wünsche. Das Kruzifix hat seinen Platz im Foyer des Hauses. Zu Beginn der Einweihungsfeierlichkeiten sangen die Teilnehmer der Messe ein Danklied. Zum Abschluss erteilte der Bischof dem Haus, seinen Bewohnern und den Gästen den Segen. Danach sprach Verwaltungsleiterin Schwester Kunhilde Schmitz Willkommensworte.

Diesen Tag der Weihe nannte die Generaloberin der Kongregation der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe, Xaveria Kronen, einen Tag der Dankbarkeit und Freude. Sei doch dieses Gebäude nach fast dreijähriger Bauzeit, in der die Heimbewohner, das Personal und auch die Schwestern viel Geduld aufbringen mussten, nun endlich fertig. Schwester Xaveria blickte zurück auf das Jahr 1903, als drei Schwestern in Oberpleis die Arbeit in der Krankenpflege aufnahmen und später einen Kindergarten unterhielten. Diese drei Schwestern nannte die Generaloberin „Pioniere der Ordensleute", die dafür gesorgt hätten, dass auch die nachfolgenden Schwestern caritativ wirken. So sei das Haus 1971 in ein Altenheim umgewandelt worden. Schwester Xaveria berichtete, dass die erste Planung für die Erweiterung 1985 erfolgt sei. Heute sei das Konstantia-Haus ein Ort, in dem die älteren Menschen in Freude ein erfülltes Leben genießen könnten.

Architekten des Erweiterungsbaues waren Josef Happ und Klaus Zimmer. Sie überreichten den Schwestern Xaveria und Kunhilde einen Riesenschlüssel mit der Jahreszahl 1994. Die Architekten waren erfreut darüber, dass der Bau drei Monate früher als geplant seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Allerdings wurde er mit 13,5 Millionen DM 1,5 Prozent teurer als veranschlagt. Die Bauarbeiten wurden bei laufendem Betrieb durchgeführt. Bürgermeister Herbert Krämer, der eine Fahne der Stadt als Geschenk mitgebracht hatte, gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass mit diesem schönen Bau die älteren Leute in ihrer Heimat bleiben können. Elisabeth Unkelbach, Diözesanreferentin für stationäre Altenhilfe, war auch voll des Lobes für den gelungenen Bau.

Durch den Erweiterungsbau wurde das Heim von 45 auf 78 Plätze vergrößert. Hinzu kommen drei Kurzzeitpflegeplätze. Es sind 39 Einzelzimmer eingerichtet, davon vier mit Bettnischen, 12 mit Anschluss für die Pantryküche. Zudem gibt es 15 Doppelzimmer. Alle Zimmer sind mit Nasszelle, Fernseh- und Telefonanschluss ausgestattet. Zur Einrichtung gehören elektrisch verstellbare Betten sowie Nachtschränkchen mit Wertfach. Den Heimbewohnern stehen ein modern eingerichteter und geräumiger Speisesaal sowie ein Festsaal im Dachgeschoß zur Verfügung. Dieser Festsaal ist auf 100 Plätze eingerichtet. Er ist ein Geschenk des Trägers, des Mutterhauses der Franziskanerinnen zu Olpe. Zu dem Erweiterungsbau gehören auch die Kapelle, zwei Clubräume mit Terrasse, drei Aufenthaltsräume, mehrere Plauderecken, zwei Räume für Beschäftigungstherapie, ein Gymnastikraum und ein Raum für Haar- und Fußpflege. Das Haus verfügt ferner über eine modern eingerichtete Küche, eine Waschküche, ein Arztzimmer und über den Erfordernissen eines Altenheimes entsprechende Bäder- und Pflegeräume. Die Nutzfläche beträgt 4132 qm.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 25 vom 23.06.1994
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Presseberichte Presseberichte 2 (ab 1990 bis 2000)
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