25 Jahre Gymnasium am Ölberg

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1994

25 Jahre Gymnasium am Ölberg

Unterstufenchor sang zur Jubiläumsfeier

"Mit einem Festakt in der Aula des Schulzentrums feierte das Gymnasium am Ölberg in Oberpleis sein 25jähriges Bestehen. Die Glückwünsche der Landesregierung überbrachte Regierungsschuldirektor Dr. Wolfgang Welz, der noch einmal den Entstehungsweg bis zum Beginn des Schuljahres 1969/70 nachzeichnete (siehe auch unseren Bericht auf Seite 2 dieser Ausgabe. Die Red.). 1974 wurde die Schule von der Stadt Königswinter übernommen, und zwei Jahre später begann der Bau des Schulzentrums, das 1978 vollendet wurde.

Bürgermeister Herbert Krämer würdigte in seiner Ansprache die Leistungen der Schule nicht nur im Hinblick auf die Vermittlung des Wissens und der Erziehung, sondern auch im sozialen Engagement. Es sei durchaus keine Selbstverständlichkeit, wenn Lehrer und Schüler sich in Projekten wie soziales Handeln in den Altenheimen der Stadt oder in der Behindertenschule nützlich machen, in Arbeitsgruppen sich um Aussiedler und Asylanten kümmern, amnesty international unterstützen oder Paketaktionen in Not leidende Länder organisieren. Sein Glückwunsch galt allen an der Schule Beschäftigten und den derzeit 850 Schülerinnen und Schülern.

Das Gymnasium am Ölberg hat in den vergangenen 25 Jahren, wie der Bürgermeister ausgerechnet hatte, 1375 Mädchen und Jungen nach bestandenem Abitur aus der Schule entlassen. Krämer zeigte sich auch erfreut darüber, dass seit Jahren intensiv Musik und Theater gefördert und mit einem eigenen Schulchor und Schulorchester manche Veranstaltung umrahmt wird. Die künstlerischen Aktivitäten äußerten sich in viel beachteten Vernissagen und Ausstellungen. Beachtliche Erfolge auch auf sportlicher Ebene bis hin zur Teilnahme an Landesmeisterschaften. Studiendirektor Uwe Struck verglich die Schule mit einem Schiff, dessen erste Kapitänin Adelheid Bauer war, die nicht nur erfolgreich für die Schule wirkte, sondern auch kämpfte. Struck dankte auch den vielen Sponsoren, die weitere Aktivitäten erst ermöglichten.

'Dankbarkeit und Zuversicht' - unter dieses Motto stellte Oberstudiendirektor Klaus Breuer das 25jährige Bestehen des Gymnasiums. In Dankbarkeit gedenke man auch der Lehrer, der Eltern und der Schüler, die in 25 Jahren das Fundament der Schule gelegt hätten. Von eben diesem Fundament - mit stetig wachsenden Anmeldezahlen - blicke man mit Zuversicht in die Zukunft, obwohl Erziehung im schulischen Raum in diesen Tagen eine zunehmend schwierigere Aufgabe geworden sei. Locker und doch nachdenklich stimmend die Worte des Schülersprechers Ergün Aktürk: 'Die Schule ist kein Haus der Freude, aber auch keine Folterkammer. Nicht überall hat man die Möglichkeit, ein solches Gymnasium zu besuchen. Deshalb nutzt eure Chance, ihr habt nur eine.' Die Feierstunde wurde untermalt vom Unterstufenchor unter der Leitung von Pavel und Irina Brochin, Iris Eickelkamp (Klarinette), Pavel Brochin (Klavier), dem Schulchor, dem Schulorchester und der Arbeitsgemeinschaft Tanz unter Ilse Decker, Marlene Lautze und Gretel Schell- Koch."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 42 vom 20.10.1994
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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