Aufnahme: 1993
78 Gymnasiasten bestanden am Ölberg-Gymnasium das Abitur
"'Wo komm ich her, wo geh ich hin, was ist des Lebens Sinn?' So begann Oberstudiendirektor Klaus Breuer seine Ansprache bei der Entlassfeier für die 78 Abiturienten des Oberpleiser Ölberg-Gymnasiums in der Aula der Schule. Die Zukunft des Lebens läge nicht im Fernsehsessel oder auf den Malediven. Ein Großteil der Zukunft hänge von den Finanzen ab, die erst erarbeitet werden müssten. Breuer bemängelte die mangelnde Hilfsbereitschaft der Schüler untereinander. Er forderte die Abiturienten zu sozialem Handeln auf und sprach die Hoffnung aus, dass die Schule die jungen Menschen heute entlasse im Vertrauen darauf, dass sie stark genug seien, die zum Teil verkehrte Welt mit einer Menge verkehrter Menschen zu ertragen. Bürgermeister Herbert Krämer, der die Glückwünsche der Stadt überbrachte, sah hingegen optimistisch in die Zukunft.
Die Schule habe den jungen Menschen eine gute Grundlage für die Zukunft gegeben. Krämer wies auf die verschiedenen Partnerschaften, auf die Toleranz und auf die Hilfsbereitschaft gegenüber Hilfsbedürftigen hin. Die Schule habe nicht nur Wissenschaft vermittelt, sondern auch dazu erzogen, Kontakte zu knüpfen und über den Tellerrand hinweg zu schauen. Für die Abiturienten sprach Katja Häselbarth. Sie sagte, dass in neun Jahren nicht nur 9000 Unterrichtsstunden absolviert werden mussten, um das Ziel zu erreichen. Man habe auch Wanderungen und Klassenfahrten unternommen, Feten und Karneval gefeiert. Sie erinnerte an den Schüleraustausch mit England, Frankreich und den USA, wobei man mit der Kultur der jeweiligen Länder vertraut gemacht wurde. Die Schulzeit sei eine schöne Zeit gewesen. Auf die Zukunft eingehend meinte Katja Häselbarth humorvoll, dass womöglich aus den Reihen der Abiturienten ein künftiger Bundeskanzler hervorgehen könne, aber auch ein Lehrer.
Eckard Schulze-Rauschenbach, Elternvertreter, meinte, dass eine harte Zeit nun zu Ende gegangen sei. Er sprach davon, dass 12 Jahre Schulzeit auch genug gewesen seien anstatt 13, erhielt für diese Ausführungen aber nur mäßigen Beifall. Für manche Berufe sei die Fachhochschulreife nicht erforderlich, aber sie steigere die Karrierevorstellungen und auch das Einkommen. Dann verteilten Klaus Breuer und die beiden Jahrgangsstufenleiter Studienrat Harald Ding und Oberstudienrat Friedrich Engfeld die Zeugnisse. Es gab auch Buchpreise für die besten Abiturientinnen und Abiturienten. Stefan Randl bekam als Jahrgangsbester mit der Traumnote 1,0 einen Preis der Deutschen Chemischen Industrie.
Katja Häselbarth und Christoph Schulze-Rauschenbach bekamen je ein Buchpräsent für hervorragende schulische Leistungen. Joel Willers nahm ein Geschenk für sein Engagement in der Theater-AG und in der Redaktion der Schülerzeitung entgegen. Ein Buch für seinen besonderen Einsatz in der Jahrgangsstufe bekam Kirsten Jüppner. Für die aus dem Schulchor ausscheidenden Abiturientinnen und Abiturienten gab es noch ein kleines Angebinde der Musiklehrerin Ilse Decker. Begonnen hatte die Feier mit einer Sonate von Mendelssohn-Bartholdy, und sie wurde beendet mit einer Bach-Komposition. Die Solisten Volker Anders (Klarinette), Judith Kühr (Klavier), Christiane Loosch, Katja Häselbarth und Reiner Grabitz (Klarinette, Saxophon und Kontrabass) waren alle Abiturientinnen bzw. Abiturienten des verabschiedeten Jahrganges."
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