Bürgerverein bleibt bestehen

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1993

Bürgerverein bleibt bestehen

"Der Bürgerverein Königswinter-Ost, der 1971 gegründet wurde, um die Wünsche und Forderungen der Bürger bei der neuen Stadt Königswinter vorzubringen, wird weiter bestehen. Das beschlossen die Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung in das Oberpleiser Gasthaus 'Zum Ännchen' gekommen waren. Mit einem solch starken Besuch zu der Versammlung hatte der noch amtierende Vorstand nicht gerechnet und nicht alle fanden Platz. Vor dem einstimmigen Beschluss des Weiterbestehens hatte der Geschäftsführer Hans-Peter Büllesfeld die Hoffnung geäußert, dass man weitermachen könne und gleichzeitig die Bitte an die Versammlung gerichtet, in diesem Sinne zu beschließen. Auch Bürgermeister Herbert Krämer bat um das Fortbestehen. Hauptgrund des Absinken der Aktivitäten ist das Gastronomiesterben. Nach der Schließung der einzigen Gaststätte in Sand hatte dann auch die Gaststätte im Schloss Neuglück ihre Pforten geschlossen. Nun musste man bis nach Oberpleis ausweichen.

Dies will man allerdings jetzt in Kauf nehmen. Krämer aber schlug vor, sich mit den anderen Vereinen abzusprechen zwecks Benutzung der Räume in der Schule Sandscheid, soweit sie nicht für die Asylbewerber gebraucht werden. Ein weiterer Vorschlag ging dahin, für größere Veranstaltungen ein Zelt aufzuschlagen. Über den Ort der Aufstellung müsse man sich noch unterhalten. Der Bürgerverein vertritt die Interessen der Bürger aus den Orten Bennerscheid, Pützstück, Rübhausen, Sand und Waschpohl. Das ist in den zurückliegenden über 20 Jahren in hervorragender Weise dank des Einsatzes des 1991 ausgeschiedenen Geschäftsführers Georg Marx geklungen. Nun hat sich aber auch die Situation in den Orten im Vereinsbereich zum einen so verbessert, dass nur noch einzelne Aufgaben auf den Bürgerverein zukommen.

Zum anderen sind die Möglichkeiten der Stadt und anderer öffentlicher Träger durch die eingeschränkten Finanzen so beschnitten, dass Maßnahmen, und seien sie auch noch so klein, nur sehr schwer durchzusetzen sind. Daher muss sich der Bürgerverein darauf besinnen, die gestellten Aufgaben in erster Linie aus eigener Kraft zu bewältigen. Die in den zwei letzten Jahren stattgefundenen Veranstaltungen waren mehr oder weniger gut gelungen: Martinsfeste, Nikolausfeiern, Seniorenbetreuung, Frühschoppen, Wanderungen und die Reinigungsaktion der Wälder und Auen 1993. Der Verein kümmerte sich auch um die Entwässerungsangelegenheiten und um das Schicksal der Schule in Sandscheid die wegen Schülermangel geschlossen wurde und nun zu einem Asylbewerberheim umfunktioniert wird.

Dann wurde der neue Vorstand gewählt. Gottfried Pietzsch, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, leitete die Vorstandswahl. 1. Vorsitzende wurde Birgit Pfänder. Ihre Mannschaft besteht aus: 2. Vorsitzen-der Norbert Brauner, Geschäftsführer Hans-Peter Büllesfeld, Kassiererin Resi Klevers und der Beirat: Günter Wiedenhöfer von Taufers für Bennerscheid, Heinz Wolter für Rübhausen, Horst Plaumann für Waschpohl und Hanna Flöck für Sand. Für den Ort Pützstück fand sich kein Mitglied bereit für den Beirat zu kandidieren. Als Kassenprüfer fungieren Heinrich Hermann und Helmut Kießlinger. Der neue Vorstand will die traditionellen Feiern weiterführen und an der Restaurierung des Denkmals arbeiten. Für neue Ideen ist der Vorstand dankbar."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 17 vom 29.04.1993
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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