Klasse der Berufsschule Oberpleis

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Aufnahme: 1943

Klasse der Berufsschule Oberpleis

"Vom Hitlerjugendheim zum Haus der Jugend

An der Dollendorfer Straße als Hitlerjugendheim in den dreißiger Jahren erstellt, diente es dem Aufenthalt und der Schulung von organisierten nationalsozialistischen Jugendgruppen. Eine Zeitlang war die Berufsschule hier untergebracht und 1945 fand die Oberpleiser Amtsverwaltung vorübergehend Aufnahme. Umkleidemöglichkeit gab es für die Aktiven vom nahe gelegenen Sportplatz, ehe sich dort eine Spinnerei etablierte. Danach wusste man mit den Baulichkeiten nichts Rechtes anzufangen, bis sich im Jahre 1977 ein Trägerverein bildete, unter dessen Regie das Haus bis heute steht.

An dieser Institution sind 17 Vereine aus dem Königswinterer Stadtgebiet beteiligt, unter anderem die Oberpleiser Kolpingsfamilie und die evangelische Kirche. Viele Versuche, an anderen Stellen des Siegkreises etwas Ähnliches zu schaffen, waren zum Scheitern verurteilt. Dem Verein 'Haus der Jugend e.V. Königswinter' gesellte sich im Jahre 1980 eine weitere 'Jugendbleibe' im Niederdollendorfer Sportheim zu. Mit den Zuschüssen des Landschaftsverbandes Rheinland, des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Königswinter verfügt man über einen Jahresetat von 230000 Mark, dessen Großteil für Personalkosten veranschlagt wird.

Nach Angaben des ehrenamtlichen Leiters Rektor Hans-Werner Selzer, als Nachfolger von Dr. Bruno Kremer, werden derzeit in Oberpleis ca. 70 Jugendliche der Altersklassen 14 bis 18 Jahre von geschulten Fachkräften betreut. Das Haus ist täglich von 14 bis 21 bzw. 22 Uhr geöffnet. Hauptaugenmerk liegt auf der pädagogischen Arbeit. Vorrangige Themen sind: Antialkohol- und Antidrogeninformationen, Ausländerintegration und vielfältige Aktionswochen. U.a. machte auch hier die bekannte Rockband 'Tass Kaff' ihre ersten Gehversuche. Die Diplom-Pädagogin Simone Bombin will sich vor allen Dingen der Arbeit mit Kindern widmen."

Quelle
Karl Hermann Uhlenbroch: Leben in und um Oberpleis, hg. v. d. Kreisspark. Oberpl. 1995, S. 48
Zur Verfügung gestellt von
Lore Kurenbach (Foto 1), Wilbert Fuhr: Broschüre; Foto 2: Fotograf unbekannt Die wechselvolle Geschichte dieses Hauses
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