Ulrike und Dietmar sind Maikönigspaar

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1977

Ulrike und Dietmar sind Maikönigspaar

"Liebe Ost-Königswinterer!‘

So begrüßte Bürgermeister Hank die Mitglieder der Jugendgruppe und des Bürgervereins Königswinter-Ost bei der Maifeier unter dem Dorfmaibaum in einem Minizelt auf einer Wiese. Die Jugendgruppe von Sand hatte zu einer Maifeier am Vorabend des 1. Mai eingeladen. Rund ums Lagerfeuer versammelten sich zahlreiche Jugendliche und Dorfbewohner. Kurz vor Beginn der Feier wurde nach einwöchiger Vorarbeit der 24 Meter hohe Maibaum, mit einem bunten Kranz versehen, aufgestellt. Bunt illuminiert war der Platz, als Helmut Zimmer, Vorsitzender der Jugendgruppe, Bürgermeister Günter Hank, Dr. Andersen, Vorsitzender des Bürgervereins, und Peter-Josef Kneiseler vom Schul- und Kulturamt, Bürger von Sand, begrüßen konnte.

Hank freute sich, dass im Bergbereich, wo das Zusammengehörigkeitsgefühl stärker betont sei als im Rheinbezirk, die Vereinsmaifeiern mehr gestaltet werden als im Talbereich der Stadt. Das Stadtoberhaupt überreichte dem Vorsitzenden aus seinem unerschöpflichen Fond einen Scheck. Peter-Josef Kneiseler sprach über das heimatliche Brauchtum zum Maibeginn. Auch Dr. Andersen beglückwünschte die Jugendgruppe zu ihrem fröhlichen Tun. Helmut Zimmer überreichte dem scheidenden Maikönigspaar Raimund und Anita einen Blumenstrauß. Blumen gab es aus der Hand des Vorsitzenden auch für das neue Maikönigspaar Dietmar Bonsch und Ulrike Klevers. Helmut Zimmer schmückte Königin und König mit je einer Schärpe. Exkönigin Anita überreichte Ulrike die Ernennungsurkunde. Helmut Zimmer machte den neuen König Dietmar mit seinen Pflichten vertraut. So muss er täglich abwechselnd rechts und links einen Schnuller und Erbsen tragen.

Tut er das nicht, kostet es ihn jedesmal einen Kasten Bier für die Jugendgruppe. Exkönig Raimund brachte es im vergangenen Jahre immerhin auf fünf Kästen dieses Gerstensaftes. Königin Ulrike gibt für die Jugendgruppe an einem noch zu bestimmenden Sonntag im Mai ein Frühstück. Auch das schreibt die Tradition vor, und damit alles in Ordnung geht, wurde eine Maipolizei aufgestellt. Als Polizisten oder Polizistinnen fungieren Anita Markwitz, Rudi Hölzer, Raimund Zimmer, Elisabeth Buhr, Helmut Zimmer und Sonja Asbach. Im weiteren Verlauf des Abends gab es alkoholische und auch alkoholfreie Getränke sowie Würstchen zur Stärkung. Dias aus dem Leben der Jugendgruppe wurden gezeigt. Damit der Maibaum nicht geklaut werden konnte, wurde nach dem Fest eine Wache zurückgelassen."

Quelle
Siebengebirgs- Zeitung, Mai 1977
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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