Aufnahme: 2009

... Es ist das "Schwarze Kreuz"

Und so sieht es aus, wenn man einige überhängende Äste zurückschneidet.
Der Sockel ist aus Beton; deshalb ist die Inschrift darauf verwittert und kaum zu lesen.
Der Längsbalken des Kreuzes weist mehrere Risse auf und ist deshalb rückseitig mit einem angschraubten Winkeleisen verstärkt.

Die Inschrift lautet:
O Kreuz, woran der Herr gebüßt
Du einz'ge Hoffnung, sei gegrüßt
Dem Frommen mehr' die Frömmigkeit
Dem Sünder schenk' Barmherzigkeit

Wenige Monate nach der Veröffentlichung dieses Bildes im Virtuellen Heimatmuseum wurde folgender Bericht aus der "Bonner Rundschau" vom 27. März 1987 wiedergefunden, der die Geschichte des "Schwarzen Kreuzes" erzählt:

"Das 'Schwarze Kreuz' lädt bald wieder zu einer Ruhepause ein.
Der Arbeitskreis Heimatkunde engagierte sich bei der Restaurierung.

Das so genannte 'Schwarze Kreuz' steht nun wieder komplett am Höhenweg zwischen Jüngsfeld und Hartenberg. Das 'Schwarze Kreuz' hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Es wurde kurz vor dem ersten Weltkrieg anstelle eines alten Holzkreuzes von der Familie Schurff vom Bönnschenhof aufgestellt. Früher diente es einmal als Denkmal auf dem alten Friedhof in Oberpleis. Schließlich fand es seinen Platz im Siefen in der Nähe von Jüngsfeld, wo es nach dem Kriege von Bomben zerstört wiedergefunden wurde. Nun wurde es restauriert, das Oberteil ist vollkommen neu, während der Sockel noch erhalten geblieben war und nicht restauriert werden musste. Der Arbeitskreis Heimatkunde, der sich für die Wiederherstellung alter Wegekreuze besonders einsetzt, hat die Mittel für die Restaurierung aus einem für diesen Zweck gebildeten Spendenfonds entnommen. Die Restaurierung nahm der Steinmetz Ellerbrock aus Quirrenbach vor. Die Freiwillige Feuerwehr Uthweiler, die Stadt Königswinter sowie die Dorfbewohner aus Wahlfeld haben sich sehr rege an der Aufstellung des Kreuzes beteiligt. Die Linde neben dem Kreuz stiftete die Familie Heinrich Dahs aus Jüngsfeld. Auch eine Bank wird später bei schönem Wetter zu einer Ruhepause an dieser Andachts- und Gebetsstätte einladen."

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