Aufnahme: 2009
Das Girlach-Kreuz
Das Kreuz am Weg über den Hinsberg, fast verdrängt von einem mächtigen Kirschbaum, trägt die Inschrift:
"Hier starb Wilhelm Girlach am 6. Januar 1865"
(in standesamtlicher Todesurkunde mit "ie" geschrieben)
Das Kreuz am Weg zum Heiligenhäuschen erinnert an den unverheirateten Viehhändler Wilhelm Gierlach aus Bockeroth, der an dieser Stelle am 6. Januar des eiskalten Winters 1865 abends um 6 Uhr tot aufgefunden wurde.
Nach einer mündlichen Überlieferung war Wilhelm Gierlach in der Sylvesternacht mit seinem Schwager vom Hartenberg und einigen anderen beim Brezelkarten in der Röttgens-Wirtschaft in Zweikreuze zusammen und habe sich dann nach Mitternacht bei dichtem Schneetreiben auf den Heimweg nach Bockeroth gemacht. Man fand ihn erfroren auf dem Hinsberg.
Wilhelm Gierlach, geb. 29.01.1816 in Sonderbuch, war der Sohn des Godefried Gierlach und dessen aus Bockeroth stammenden Ehefrau Gertrud Bernards.
Wilhelm war demnach, als er starb, knapp 49 Jahre alt. Er könnte somit durchaus das Viehhändlergeschäft im elterlichen Haus seiner Mutter in Bockeroth betrieben haben und hat dann auf dem Weg von seinen Eltern in Sonderbusch nach Bockeroth den Hartenberg überwandert.
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