Aufnahme: 2023
Das Leid in der Ukraine schwingt in den Tönen mit - Trio „Ukraino“ singt sich in die Herzen des Publikums
Das Leid in der Ukraine schwingt in den Tönen mit - Trio „Ukraino“ singt sich in die Herzen des Publikums.
(bk) Oberpleis. Der Krieg in der Ukraine hat die Stimmen und Schicksale der drei Sängerinnen zusammengeführt. Iryna Dusheiko, Yilia Parnes und Yana Andrushchenko bilden seit März 2022 das Trio „Ukraina“. Seitdem sind sie vielerorts zu begehrten Gästen bei zahlreichen Konzerten und Aktionen zur Unterstützung der Ukraine gesungen. „Hier singen die Herzen“ – so auch in der Evangelischen Kirche in Oberpleis. Ihre Stimmen aber auch ihr besonderer Charme begeisterten die Zuhörer. Es wurde deutlich, dass das Gesangs-Duo als ein kreativer musikalischer Zusammenschluss von Gleichgesinnten auch die Herzen des Publikums im Sturm erobern kann. Es sind drei Herzen, die im gleichen Rhythmus schlagen, ein Klangkörper, ein gemeinsamer Atemzug. Das Trio „Ukraina“ bringt Herzen schnell zum Schlagen und den Kopf zum Nachdenken und Schweigen.
Yulia Parnes rief dieses Trio ins Leben. Yulia Parnes wurde in Moskau geboren, wuchs dort auf und schloss ihr Studium mit auszeichnung an der Ippolitov-Ivanov-Musikhochschule als Konzertsängerin, Chordirigentin und Gesangslehrerin ab. Seit 2004 lebt sie in Bonn und ist weiterhin eine gefragte Solistin. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne. Die beiden Sängerinnen Iryna Dusheiko und Yana Andrushchenko wurden in Kiew geboren und sind dort auf aufgewachsen. Als international anerkannte Chordirigentin leitete Dushheiko 22 Jahre die Chorkapelle Dnipro an der T. Schewchenko Universität in Kiew. Aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine lebt und arbeitet sie seit März 2022 in Bonn. Yana Andrushchenko ist die jüngste Sängerin des Trios. Mit ihrer kristallklaren Stimme unterstützte sie längere Zeit die Chorkapelle Dnipro sowie den Chor Yaroslavna.
Auch sie ist nach dem Kriegsausbruch nach Bonn geflüchtet. Heute ist sie zu einer unverzichtbaren Stimme im Trio „Ukraina“ geworden. Zu hören waren in der evangelischen Kirche ukrainische Lieder. Die Zugabe war ein georgisches Lied. Die Texte hatten oftmals einen Bezug zum aktuellen Geschehen in der Ukraine. „Heute Morgen bin ich aufgewacht und habe den Feind gesehen. „Wenn ich sterben sollte, begrabe mich in den Bergen“ oder „Wache nicht so hell mein Mond - wenn er mich betrogen hat, dann versteck dich hinter den Wolken“. Nachdenklich aber auch heiter waren die Inhalte. So lud in einem der Lieder eine junge Frau ihren Geliebten zu sich nach Hause ein, als ihre Mutter nicht anwesend war. Doch dann stand die Mutter plötzlich im Türrahmen. Das Lied beschreibt die dann folgenden Szenen.
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