777 Kilometer und über 6.000 Höhenmeter

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Aufnahme: 2023

777 Kilometer und über 6.000 Höhenmeter

Was der Oberpleiser Rennradtross nach sieben Tagen in den Beinen hatte, war eine rundum gelungene Tour im Rahmen des Sportout-Projektes.

(bk) Oberpleis. Als einer der Höhepunkte des Sportout-Projekts des TuS 05 Oberpleis ist eine Vereinsdelegation zu einer spektakulären Rennrad-Tour aufgebrochen. Fünf Nationen und drei Bundesländer wurden durchradelt, viele knackige Anstiege und halsbrecherische Abfahrten gemeistert, malerische Höhenwege und Flusspanoramen passiert. Auf das rot-weiße Peleton warteten sieben genussvolle Etappen voller Radsport-Highlights. Insgesamt wurden auf der Euro-Tour des TuS 777 Kilometer und über 6.300 Höhenmeter gemeistert.

Der Prolog führte über 134 Kilometer und 1.160 Höhenmeter nach Aachen. Nach dem Start am Oberpleiser Sonnenhügel und dem lockeren Einrollen entlang des Pleisbachs und der Sieg überquerte der Tross im Bonner Norden den Rhein und erblickte nach einigen Kilometern durch Vorgebirge und Zülpicher Börde die Ausläufer der Nordeifel. In Kornelimünster führt der Weg erstmals auf die Vennbahntrasse, die schließlich zum Etappenziel ins Aachener Zentrum führte.

Am zweiten Tag stand eine Etappe über 90 Kilometer und 800 Höhenmeter von Aachen durch das Hohe Venn ins belgische Bütgenbach auf dem Programm. Bei teils heftigem Regen ging es nach dem deutsch-niederländischen Grenzübergang auf den Vaalserberg, der höchsten natürlichen Erhebung des Landes. Nach einem Abstecher ins beschauliche Monschau und dem Anstieg nach Kalterherberg führte der Weg zügig zum Zielort Bütgenbach-Worriken. Die dritte Etappe von Bütgenbach nach Bollendorf war mit 130 Kilometer und 1.400 Höhenmeter eine Herausforderung. In der belgisch-deutsch-luxemburgischen Grenzregion erreichten die Pleeser auf der leicht abschüssig verlaufenden Vennbahn zunächst schnell St. Vith und bogen anschließend ins herrliche Ourtal ab. In Luxemburg blieben der steile Anstieg nach Lieler und ein kräftiger Gegenwind in der Hochebene der Ardennen nachhaltig in Erinnerung. Tag vier führte über 111 Kilometer und 880 Höhenmeter von Bollendorf nach Trier. Der Tross wählte den Weg über die Trasse der stillgelegten Schmalspurbahn Echternach-Luxemburg durch die kleine Luxemburger Schweiz nach Scheidgen. Der geschichtsträchtige Grenzort Schengen und der Abstecher nach Frankreich waren weitere Highlights der Euro-Tour.

Anschließend ging es entlang der Saar bis Konz und entlang der Mosel bis Trier. Das Profil der fünften Tagesetappe über 92 Kilometer und 260 Höhenmeter von Trier nach Traben-Trarbach war ohne nennenswerte Steigungen und bei angenehmen Windverhältnissen nach den letzten strapaziösen Tagen eine willkommene Erholung. Die vorletzte Etappe der sommerlichen Radrundfahrt führte die Pleeser über 87 Kilometer und 900 Höhenmeter von Traben-Trarbach über den Hunsrück an den Rhein nach Kaub. Der langgezogene Anstieg über 16 Kilometer vom Weinort Briedel hinauf zum Flughafen Frankfurt/Hahn hat an seinen steilsten Abschnitten fast 15 Prozent Steigung. Im letzten Drittel der Etappe musste dann nur noch der Weg zum Rheintal gemeistert werden, das man nach sehr steiler und bremsen strapazierender Abfahrt in Oberwesel erreichte. Per Fähre landete man schließlich im Ziel in Kaub. Mit dem 123 Kilometer langen und mit 500 Höhenmeter versehenen Tourfinale von Kaub nach Oberpleis hatten die Streckenplaner eine weitere rasante und imposante Strecke ausgewählt.

Nach dem Start an der Zollstation Pfalzgrafenstein führte die Route entlang des malerischen Mittelrheins vorbei an zahllose Burgen, Schlössern, Festungen und Naturschönheiten. Bei Boppard wurde der Rhein per Fähre überquert und die Strecke bis Koblenz linksrheinisch rasch und energiesparend überbrückt. Nach einem kurzen Stopp in der Koblenzer Altstadt ging es nachmittags zügig rheinabwärts. Bei mittlerweile wieder strömendem Regen machte sich im rot-weißen Fahrerfeld Erleichterung breit, als sich die Ausläufer des Siebengebirges am Horizont abzeichneten. Von Mehlem nach Königswinter wurde abermals der Dienst einer Rheinfähre in Anspruch genommen, ehe man noch einmal Schwung für die letzten Höhenmeter des Tages hinauf ins Siebengebirge holte.

 

Zum vollständigen Bericht im Rundblick Siebengebirge - Seite 36 - siehe Link unten.

Quelle
Rundblick Siebengebirge – 12. August 2023 – Woche 32 – Seie 36
Zur Verfügung gestellt von
Rautenberg Media KG Zum vollständigen Bericht im Rundblick Siebengebirge - Seite 36
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