Aufnahme: 2023

Furchtbares Jahr für die Menschen in der Ukraine

Auch im Siebengebirge wurde des Geschehens in der Ukraine am Jahrestag des russischen Angriffs gedacht.

(bk) Siebengebirge. Der Beginn der russischen Invasion in die Ukraine jährte sich in der vergangenen Woche - Anlass, der Gefallenen, aber auch der zahlreichen geflüchteten Menschen mit einer Mahnwache zu gedenken. „Unsere heutige Zusammenkunft ist auch ein Zeichen der Unterstützung für die Menschen, die im letzten Jahr zu Nachbarn und Freunden geworden sind“, so Bürgermeister Lutz Wagner, „Wir stehen an ihrer Seite. Und dies tun in hervorragender Weise die Menschen in unserer Stadt, die seit vielen Monaten den aus der Ukraine geflüchteten Menschen ein Dach über dem Kopf gegeben haben.“

Rund 350 geflüchtete Menschen leben in Königswinter in privaten Wohnungen oder Räumen. „Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie auch den vielen Ehrenamtlichen, die durch ihre vielfältigen Unterstützungsleistungen Hilfe leisten, möchte ich im Namen der Stadt Königswinter sehr herzlich danken“, so Wagner, „Ich weiß aus Gesprächen um die Dankbarkeit der hier aufgenommenen Ukrainerinnen und Ukrainer. Ich weiß aber auch, dass ihre Gedanken an die zurückgebliebenen Ehemänner, Väter und Freunde wie auch an die Heimat voller Trauer, Schmerz und Wut sind.“ Das Geschehen im Osten Europas ist mit düsteren Tagen für Frieden, Freiheit und Demokratie in ganz Europa fest verbunden. Bei dem Gedenken an das Geschehen in der Ukraine kamen auch Mitbürger*innen aus Königswinter zu Wort, die den Flüchtlingen eine Bleibe geschaffen haben. Sie betonten, dass man auf der einen Seite natürlich damit vor besondere Herausforderungen gestellt wurde, andererseits der Einsatz für diese Menschen mit dem besonderen Gefühl verbunden war, vor Ort etwas Gutes getan zu haben.

Dagmar Ziegner, die selbst Flüchtlinge beherbergt, brachte die Eindrücke auf den Punkt: „Das Kriegsgeschehen sitzt bei uns ständig mit am Tisch.“ Einige der Menschen, die den gefährlichen Weg aus der Ukraine auch ins Siebengebirge gefunden haben, konnten bereits in der Region Fuß fassen und einer Tätigkeit nachgehen, dies sind aber bei weitem nicht alle. Es ist und wird eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein und bleiben. Dabei hat sich der anfänglich noch beschwerliche Weg von der Ankunft über die Registrierung bis hin zur finanziellen Unterstützung mittlerweile weitestgehend geebnet. Dennoch bleiben die Herausforderungen für alle an diesem Prozess Beteiligte immer noch hoch.

In Bad Honnef machte Bürgermeister Otto Neuhoff deutlich: „Ob Spendensammlung, Organisation von Hilfsfahrten, Hilfen bei der Ankunft, der Unterbringung oder bei der Begleitung im Alltag - wieder einmal hat das Ehrenamt auch in Bad Honnef in einer echten Krisensituation seine Leistungsstärke und sein Herzblut in der Nothilfe bewiesen." Während in Bad Honnef die ukrainische Flagge vor dem Rathaus wehte, ging die Mahnwache mit der Entzündung von Kerzen rund um den Brunnen auf dem Marktplatz zu Ende.

Quelle
Rundblick Siebengebirge – 04. März 2023 – Woche 9 – Seite 33
Zur Verfügung gestellt von
Rautenberg Media KG
Räume & Galerien
Kommunales Presseberichte Presseberichte 3 (ab 2001)
Aufrufe
92

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.