Aufnahme: 2023
Jung und Alt beim Oktoberfest im Oberhau eine Super-Gaudi in der blau-weiß geschmückten Mehrzweckhalle
(bk) Eudenbach. Das Dirndl oder die Lederhose – dies waren die herausstechenden Kleidungsstücke, die jeder echte Oktoberfestbesucher oder jede Besucherin im Schrank hängen haben muss. Zur
Gaudi im Oberhau wurde beides übergestreift und ab ging es, denn es lautete die Devise „O’zapft is“. Die in blau und weis geschmückte Festhalle hielt dann auch, was sie versprach. In einem zweigeteilten Programm kamen zunächst Liebhaber traditioneller bayerischer Volksmusik auf ihre Kosten, während zu späterer Stunde etwas für Partybegeisterte geboten wird. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, Löschgruppe Eudenbach, war für den eher traditionellen Teil verantwortlich. Die Musikerinnen und Musiker baten zum Tanz und die Besucher und Besucherinnen kamen dieser Aufforderung gerne nach.
Da man in Eudenbach das Oktoberfest auch als Erntedank versteht kam, was traditionell kommen musste. Durch eine Schätzfrage wurde ermittelt, wer für ein Jahr die Würde des Erntekönigs oder der Erntekönigin würde tragen dürfen. Es galt, das Gewicht eines mit Äpfeln gefüllten Erntekorbes zu erraten - eine, wie sich herausstellte, durchaus schwierige Aufgabe die von Franzi Walther aus Bad Honnef am besten gelöst wurde. Der Volltreffer lag bei 9.120 Gramm, Franziska schätzte 9.125 Gramm. Ihre Konditorenausbildung hatte hier sicherlich Hilfestellung geleistet. „Ich war überrascht, dem realen Gewicht so nahe gekommen zu sein“, so die neue Erntekönigin.
„Mein Freund Christian hat mich letztes Jahr mit auf dieses Oktoberfest genommen. Wir hatten großen Spaß und nun bin ich wieder hier. Das ich nun die Erntekönigin bin, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.“ Als dann die Party begann, hielt es die jüngeren Gäste nicht mehr auf ihren Sitzen. DJ Max konnte die Stimmung in der Halle auf gekonnte Weise hochhalten. Dank einer gelungenen Musikauswahl sah sich kaum jemand veranlasst, die Party zu verlassen, so dass die Halle auch weit nach Mitternacht noch gut gefüllt war.
Alles Schöne hat jedoch irgendwann auch ein Ende, und so wunderten sich viele gemeinsam mit Paulchen Panther "Wer hat an der Uhr gedreht". Zurück blieb ein erschöpftes, aber zufriedenes Team des Bürgervereins, das eine kurze Nacht vor sich hatte, bevor am Folgetag die Festhalle für den bevorstehenden ersten Schultag wieder in die Turnhalle der Schule verwandelt werden musste.
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