Abgebildete Personen
Aufnahme: 2023
Alte Maibräuche - Als die „weißen Mäuse“ im Oberhau für Ordnung sorgten
Eudenbach · Einen Rückblick auf alte Maibräuche und Maiköniginnen im Oberhau legt Wilbert Fuhr in seiner neuen Heimatbroschüre vor.
Es gab Zeiten im Oberhau, als eine Staffel „weißer Mäuse“ für Ordnung sorgte. Wilbert Fuhr hat wieder einen echten Schatz gehoben. Der Heimatforscher widmete sich alten Bräuchen rund um Eudenbach – im Spiel waren dabei „gekaufte Bräute“, Maiköniginnen und auch die Maipolizei. Das unterhaltsame Heftchen trägt den Titel „Maifeste und Maibräuche im Oberhau von 1949 bis 1983“.
Maiversteigerung als alte Tradition
Was in wenigen Dörfern noch klappt, ist im Oberhau längst Vergangenheit: die Maiversteigerung. Am letzten April-Abend wurden alle Mädchen in Abwesenheit versteigert, meistbietend. Die Dame mit dem höchsten Gebot war die Maikönigin, ihr Ersteigerer folglich der Maikönig. Das Mädel wurde zu Hause besucht und von ihrer künftigen Würde unterrichtet.
Wonnemonat Mai? Na ja, der Bräutigam hatte auch Pflichten. So musste er zunächst seiner „gekauften Braut“ einen Maibaum setzen. Die jungen Männer besorgten beim Förster außerdem eine Fichte als Dorfmaibaum. Lustig ging es zu. Aber es herrschten auch strenge Regeln. Jeder Junggeselle unterwarf sich mit der Ersteigerung seiner Maibraut einem festgelegten Modus. So hatte er etwa die „Kommtermine“ einzuhalten. Festgelegte Uhrzeiten, auch wöchentlich wechselnde Parolen und Erkennungszeichen galt es zu beachten.
Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 23.08.2023 - siehe Link unten.
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