Aufnahme: 2023

Planung für Seniorendorf in Oberpleis kann weitergehen

Königswinter · Die Planung für das „Seniorendorf Oberpleis“ kann weitergehen. Wegen des angrenzenden Pleisbachs und möglicher Überschwemmungsgefahren war das Vorhaben hinterfragt worden. Der Investor hat nun ein Gutachten vorgelegt. Was dabei herausgekommen ist: Kann es weitergehen oder nicht? Auf diese Frage sollten die Mitglieder im letzten Stadtentwicklungsausschuss mit Blick auf das Vorhaben „Seniorendorf Oberpleis“ an der Propsteistraße, wo eine Tagespflege, betreutes Wohnen, ein Restaurant und Wohnbungalows entstehen sollen, eine Antwort finden.

Grund, dass diese Frage gestellt wurde, waren Bedenken, dass es auf dem Grundstück durch den angrenzenden Pleisbach bei Starkregen womöglich zu Überschwemmungen kommt. Genährt wurde diese Befürchtung auch durch die Flutereignisse in NRW im Juli 2021 und die Tatsache, dass damals auch der Pleisbach über die Ufer getreten war und Schaden angerichtet hatte. Deshalb sollte der Projektentwickler Inovavita der Königswinterer Stadtverwaltung und der Politik ein Gutachten vorlegen, das mögliche Folgen eines Hochwassers für das Seniorendorf analysiert. Dieses ist dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz in der letzten Sitzung nun vorgelegt und besprochen worden.

Fünf Starkregenszenarien berechnet

Fünf Szenarien mit je einer Regendauer von einer Stunde wurden dabei betrachtet: ein einstündiger Blockregen mit einer Niederschlagsmenge von 54 Litern, mit 60 Litern und mit 90 Litern je Quadratmeter sowie mit 54 Litern und mit – das ist das Worst-Case-Szenario – 90 Litern pro Quadratmeter „über das komplette Einzugsgebiet des Pleisbach-Systems Oberstrom des Planungsgebietes“, wie es in dem Gutachten eines Darmstädter Ingenieurbüros heißt. Bei Letzterem würde laut der Berechnungen nach rund 40 Minuten das Seniorendorf komplett unter Wasser stehen. Bei den Szenarien zwei bis vier tritt der Pleisbach ebenfalls über.

Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 17.11.2023 - siehe Link unten.

Quelle
General-Anzeiger vom 17.11.2023; Foto: Frank Hohmann: Text: Lydia Schaff Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 17.11.2023
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