Aufnahme: 2016

Eltern der Grundschüler am Sonnenhügel konnten beruhigt werden

"Keine Gefahrenzone"

"In einer Präsentation zeigte Stefan Sieben, Mitarbeiter der Stadt im Geschäftsbereich Grundstücke und Gebäude, in einer Präsentation wie die geplanten Wohncontainer aussehen werden. Foto: Gast

Oberpleis (cg). Groß war der Andrang im Foyer der Grundschule "Sonnenhügel". Gerade die Eltern der Grundschüler am Sonnenhügel bewegten viele Fragen zur Unterbringung von Flüchtlingen im Gewerbegebiet Krahfeld.

594 Asylbewerber leben derzeit in Königswinter; wie viele in diesem Jahr noch kommen ist ungewiss. Deshalb beschloss der Stadtrat mit der Aufstellung von Wohncontainern im Gewerbegebiet Krahfeld, unweit der Grundschule, Platz für weitere 120 Flüchtlinge zu schaffen. Mit der Informationsveranstaltung sollten nun Fragen der Eltern beantwortet und Bedenken ausgeräumt werden. Dazu waren Vertreter der Stadt, der Polizei und Jochen Beuckers vom Forum Ehrenamt erschienen.

Den ursprünglichen Plan 240 Personen am Kunstrasenplatz Sonnenhügel unterzubringen hatte die Stadt aufgegeben, nachdem die Elternschaft auf die Barrikaden gegangen war. Doch in den Köpfen der Eltern spukte diese Zahl noch immer. Sozialdezernentin Heike Jüngling beruhigte sie: "Erst wenn alle anderen Standorte belegt und keine Alternativen gefunden worden sind, werden weitere Module aufgestellt."

Besonders beschäftigte die Eltern die Sicherheit ihrer Kinder. "Wer garantiert mir, dass nichts passiert?", fragte eine besorgte Mutter. "Kann ich mein Kind dann noch alleine nach Hause gehen lassen?" "Eine Garantie auf Sicherheit hat es noch nie gegeben", erklärte Bürgermeister Wirtz, "aber man muss die Unterkünfte nicht als Gefahrenzone ansehen, bisher hat es noch keinen Zwischenfall mit Kindern gegeben." Auch Gerd Mainzer, Leiter der Polizeiwache Ramersdorf, konnte die Eltern beruhigen, es sei nicht gefährlicher an einer Flüchtlingsunterkunft vorbei zu gehen als anderswo. Bisher habe es keine erhöhte Zahl von Straftaten gegeben.

Mütter, deren Kinder in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft den Kindergarten besuchen, konnten nur Positives berichten und erinnerten daran: "Da kommen keine Schwerverbrecher, sondern Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind und eine Alternative haben." Sorgen, wie geht die Schule mit steigenden Zahlen von Flüchtlingskindern um, konnte Schulleiterin Ingrid Kremer ausräumen: "Wir haben noch Kapazitäten." Bisher besuchen nur vier Flüchtlingskinder die Schule.

Alles in allem zeigten sich die Besucher der Infoveranstaltung verständnisvoll und dankbar für die Aufklärung. Angeregt wurden mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst in der ersten Zeit, eine Zugangskontrolle an der Schule während der Unterrichtszeiten, Informationen für die Eltern über die Homepage der Schule und eine weitere Info-Veranstaltung für den Fall, dass doch 240 Flüchtlinge am Krahfeld untergebracht werden müssten.

"Wir sollten alle gemeinsam das Beste aus der Situation machen", sagte ein Zuhörer. Jochen Beuckers warb darum, sich selbst zu engagieren, um die neuen Nachbarn besser kennen zu lernen und damit auch einige Ängste zu verlieren.


Aufmerksam lauschten die Besucher den Ausführungen etwa von Stefan Sieben (links), Bürgermeister Wirtz (Mitte) oder Heike Jüngling (rechts). Foto: Gast"

(Zum den Berichten des General-Anzeigers: s. unten)

Der_General_Anzeiger_berichtete_am_21.01.2016



Quelle
www.extra-blatt.de - 8.3.2016 Der General-Anzeiger berichtete am 09.03.2016 - Der Generalanzeiger berichtete am 08.03.2016 - Der General-Anzeiger berichtete am 26.01.2016
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