Aufnahme: 2015
"Urgestein" verlässt Realschule Oberpleis
Käthemarie Gundelach: "Forever young" und "legendär"
"Oberpleis (cg). Einen bewegenden, doch auch herzerfrischenden Abschied feierte die Rektorin der Realschule Oberpleis, Käthemarie Gundelach, mit Schülern, Kollegen, Eltern und zahlreichen ehemaligen Kollegen und Schülern. 1973 begann sie an der Realschule Oberpleis ihr Refendariat, blieb dann als Lehrerin dort und leitete die Schule seit 2006 als Rektorin. Nun geht die engagierte und beliebte Pädagogin in den Ruhestand um ihre Enkelin zu betreuen.
Käthemarie Gundelach unterrichtete an der Realschule Oberpleis seit 1973, zunächst als Referendarin, ab 1975 als Lehrerin in den naturwissenschaftlichen Fächern. 1997 wurde sie Konrektorin und löste 2006 Bernd Reul als Schulrektor ab. Neben der Schularbeit engagiert sie sich auch politisch im Ortsgemeinderat und im Verbandsgemeinderat von Asbach sowie im Neuwieder Kreistag. Mit 64 Jahren verlässt sie nun die Schule. Eine neue Aufgabe wartet auf sie.
Von ‚Urgestein der Realschule Oberpleis‘ bis ‚forever young‘ und ‚lebende Legende‘ reichten die Attribute, die ihr in Gesangs- und Instrumentaldarbietungen sowie Reden verliehen wurden. Lang war die Liste der Redner, die ihr alle noch einige Worte mit auf den Weg geben wollten. Konrektorin Monika Mattke, die ihre Stelle zunächst kommissarisch übernehmen wird, eröffnete den Reigen und führte anschließend durchs Programm; Bürgermeister Peter Wirtz reihte sich ein, der Regierungsschuldirektor Achim Eckstein, Ellen Kaufmann für die Schulleitungen im Kreis, Franziska Müller-Luhnau für die Schulleitungen in der Stadt, Schülersprecher, Elternvertreter, Helmut Hecking für die außerschulischen Partner und die Kollegen, alle hatten ein Wort zum Abschied bereit.
‚Ein Energiebündel wie es selten ein zweites gibt‘, nannte der Bürgermeister sie mit Blick auf die vielen Projekte, die sie an der Realschule realisiert hat, etwa die Berufsinformationsbörse, das Mülltrennungsprojekt, den Sanitätsdienst der Schüler oder ‚Jugend ohne Alkohol‘. Damit habe sie den Bezug zum praktischen Leben in die Schule gerettet. Die Schüler bescheinigten ihrer Rektorin ein großes Herz, das sie auch befähige die Dinge aus Schülersicht zu sehen; sie habe immer Zeit gehabt und sei immer für die Schüler da gewesen ‚auch wenn sie nicht da war‘. ‚Sie haben an dieser Schule Geschichte geschrieben‘, meinte gar der leitende Regierungsschuldirektor Achim Eckstein. ‚Es werden noch Frauen in den sogenannten MIN-Fächern gesucht. Wenn sie mal Langeweile haben sollten...‘
Umrahmt wurden die Reden von einem bunten musikalischen Programm unter anderem mit dem Trompeter Dominik Arz, der zu ihrer allerersten Klasse gehörte, dem ehemaligen Musiklehrer Johannes Lubrich, dem RSO-Chor und dem Chor der Kollegen. Die Abschiedsfeier stand unter dem Motto ‚Alles im Wandel - der Regenbogen wartet nicht‘ in Abwandlung des chinesischen Sprichwortes, mit dem Käthemarie Gundelach ihren vorzeitigen Abschied begründet hatte: ‚Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind einen Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist‘.
‚Lehrersein ist ein toller Beruf, er war für mich immer der schönste, den es gibt‘, bekannte die scheidende Rektorin in ihrer dankesrede. ‚Es war nie eine Pflicht und auch immer mehr als nur eine Aufgabe - ich habe es immer auch als Geschenk aufgefasst, euch, liebe Schüler, und eure Vorgänger in eurer Entwicklung ein Stück zu begleiten und eure Talente zu fördern‘. Nun ist Lotta an der Reihe, begleitet und gefördert zu werden.“
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