Aufnahme: 2026
Bundesverdienstkreuz für Günther Herr - Wie „Mister Pleiserhohn" die Dorfgemeinschaft neu belebte
Gratulieren zur Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz: Königswinters Bürgermeisterin Heike Jüngling und Landrat Sebastian Schuster, in der Mitte der Geehrte Günther Herr.
Königswinter · Als das Dorfleben im Heimatort vor sich hin dümpelte, gründete Günther Herr die „Nachbarschaft Pleiserhohn-Thelenbitze“. Jetzt wurde der Königswinterer mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Welche Wünsche für ihn noch offen sind.
Als Post vom Landrat ins Haus flatterte, hatte sich Günther Herr gefragt, was er wohl angestellt haben könnte. Eine ganze Menge – der 77-Jährige war stets für seine Mitmenschen in vielfältiger Weise aktiv. Und der Brief aus dem Kreishaus war nichts anderes als die Einladung zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande, mit dem der Bundespräsident den unermüdlichen Einsatz des Königswinterers würdigte.
Im Haus Bachem heftete mit Landrat Sebastian Schuster ein Mann den Orden an Günther Herrs Brust, der aus nächster Nähe das Engagement des „Mister Pleiserhohn“, wie Bürgermeisterin Heike Jüngling den Geehrten bei ihrer Gratulation bezeichnete, über Jahrzehnte hinweg erlebt hatte. Günther Herr habe den Begriff Bürgersinn verlässlich, tatkräftig und mit einem klaren Blick für das, was eine Gemeinschaft zusammenhält, mit Leben gefüllt.
Von der Restaurierung der Kapelle bis zum Straßenumbau
Er war aktiv in der Politik, im Wirtschafts- und Vereinsleben. Und das Miteinander in seinem Wohnort Pleiserhohn erhielt durch ihn einen besonderen Stempel aufgedrückt. Als Anfang der Neunzigerjahre die Aktivitäten im Dorf einzuschlafen drohten, lud er zum 70. Geburtstag seines Vaters alle ein, um der Gemeinschaft auf diese Weise wieder Leben einzuhauchen. Viele kamen. Der neue Verein erhielt den Namen „Nachbarschaft Pleiserhohn-Thelenbitze“ und kümmert sich seither um alles - von der Restaurierung der Kapelle mit erheblicher Eigenleistung bis zum Straßenumbau. Schuster: „Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass eine Buslinie wiederaufgenommen wurde und die Landstraße 331 erneuert werden konnte.“
Günther Herr trat 1981 in die CDU ein, prägte in verschiedenen Gremien die politische Arbeit vor Ort mit, war von 1994 bis 2020 Stadtratsmitglied und in zahlreichen Ausschüssen aktiv, ist immer noch Sachkundiger Bürger und Träger des Ehrenrings beziehungsweise der Ehrenspange der Stadt. Der tatkräftige Herr mochte „keine Klunker an den Händen“.
Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 17.05.2026 - siehe Link unten.
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