Aufnahme: 2013
Die St. Anna-Kapelle in Pleiserhohn, Start der Kapellenwanderung
50 Wanderer hatten sich in Pleiserhohn eingefunden. Nicht alle konnte die St. Anna-Kapelle fassen.
Mehrere Gründe, Feste zu feiern
"Feierliche Eröffnung eines weiteren Teilstücks des Kapellenwanderwegs
'Wir feiern inzwischen das 144. Kirchweihfest in Eisbach, aber schon vor mehr als 200 Jahren pilgerten Menschen zu dem Heiligenhäuschen, das vorher an dieser Stelle stand. Und heute wird eine neue Tradition begonnen', freute sich Pfarrer Werner Buchholz in seiner Predigt. Nachdem die Teilstrecke Pleiserhohn - Eisbach der Kapellenwanderwegs eingeweiht worden war, feierten die Wanderer mit den Eisbachern und den Oberpleisern, die traditionell in einer Prozession zur Eisbacher Marienkapelle gezogen waren, dort die Andacht zur Kapellenkirmes. Gleichzeitig feierte die Kapellengemeinde das Fest der Stiftungsgründung vor drei Jahren und die Einweihung des sanierten Kapellenvorbaus. Die gesamte Holzkonstruktion vor der Kapelle und das Glockentürmchen waren mit finanzieller Hilfe der Kreissparkasse Köln erneuert worden. Burkhard Severin dankte der Vertreterin der Sparkassen-Stiftung Simone Zens und dem KSK-Filialdirektor Markus Schardt herzlich im Namen des Stiftungsvorstands. Anschließend wurde in der 'Festhalle zum Gretchen' bei Kaffee und Kuchen und später auch Reibekuchen tüchtig gefeiert. Die Kinder vergnügten sich beim Ponyreiten, beim Kindersachen-Flohmarkt und auf der Hüpfburg, bevor am späten Nachmittag das erste Eisbacher Bobby-Car-Rennen startete.
Rund 50 Wanderer mit Kind, Kegel und Hunden starteten zur Eröffnung des Kapellenwanderweg-Teilstücks mit einer Station in der St. Anna-Kapelle Pleiserhohn. Nach zwei Liedern zur Gitarre und einem Gebet ging die Gruppe zunächst an einem Aussiedlerhof vorbei in Richtung Westerhausen. Zwischendurch bot sich ein schöner Rundblick auf das Siebengebirge, das Pleistal und die Kirche von Rott. Auf dem uralten Grenzweg zwischen den früheren Kirchspielen Geistingen und Oberpleis wanderte die Gruppe nach Rübhausen. Kurz vor dem Ort leitete Christoph Pohl die Wanderer auf einen Feldweg, der an einem alten Basaltsteinbruchgelände vorbeiführt. 'Dieser Steinbruch wurde etwa in der Zeit von 1920 bis 1935 betrieben', wusste Pohl zu erzählen. Immer wieder fand er etwas zu zeigen und zu erklären, so zum Beispiel im Eisbachtal einen Hang der 'ein einziger riesengroßer Dachsbau' ist. Am 'Prälatenweiher' genannten Teich (benannt nach dem aus Eisbach stammenden Prälaten Peter Buchholz) wurde eine Rast eingelegt.
Die Wanderer stärkten sich mit Körnerriegeln und Wasser, die Hunde erfrischten sich bei einem Bad im Teich. Und los ging es zum letzten Stück des Weges. Abweichend zum offiziellen Kapellenwanderweg lief man nun zum Bittweg, um dort die von St. Pankratius Oberpleis kommende Prozession zu erwarten und sich dieser anzuschließen, denn traditionell kommen die Oberpleiser Pfarrangehörigen zur Eisbacher Kapellenkirmes am ersten Sonntag im Oktober in Prozession über den uralten Bittweg zur Marienkapelle. Gemeinsam zogen dann alle zur Kapelle 'Zur Rosenkranzkönigin' und hielten dort wie jedes Jahr Andacht. Anschließend begann der gemütliche Teil, bei dem noch viele weitere Besucher dazustießen. 'Der Kapellen-Wanderweg ist eine gute Sache und wird auch sehr gut angenommen', erklärte Pfarrer Werner Buchholz Im Gespräch, 'ich sehe jetzt schon oft von meinem Haus aus fremde Leute vorbeikommen, die den Weg gehen'."
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