Aufnahme: 2012
Drei engagierte Führungskräfte wurden feierlich verabschiedet
„So schön wie in Königswinter feiere die Feuerwehr nirgends ihre Jubilare, soll Kreisbrandmeister Walter Jonas schon mehrmals erwähnt haben. Der Löschzug Uthweiler toppte das jetzt, indem er auch die ‚Rentner’ feierte. Der frühere Leiter der Feuerwehr Königswinter Felix-Peter Bäßgen, der stellvertretende Löschzugführer und ehemalige Leiter der städtischen Rettungswache Werner Weiler und der frühere Feuerschutzsachbearbeiter der Stadt und das ehrenamtliches Feuerwehrmitglied Volker Grahn gehen in den Feuerwehr-Ruhestand und wechseln damit in die Ehrenabteilung. Im Rahmen einer Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus verabschiedete Stadtbrandinspektor Michael Bungartz die drei aus dem aktiven Dienst.
Stadtbrandinspektor Felix-Peter Bäßgen trat der Feuerwehr schon mit 13 Jahren bei. Bereits mit 21 Jahren wurde er zum Brandmeister befördert. Unter seiner Leitung wurde 1968 die Jugendfeuerwehr Uthweiler gegründet. Bis 1973 war Bäßgen Jugendwart der Löscheinheit, zudem von 1969 bis 1985 Stadtjugendfeuerwehrwart für die gesamte Jugendfeuerwehr in Königswinter. Von 1972-85 führte er erfolgreich das Tambourcorps der Löschgruppe Uthweiler. 1976 qualifizierte Bäßgen sich als Rettungssanitäter, so dass er auch aushilfsweise im Rettungs- und Krankentransportdienst der Stadt tätig war. 1977 wurde er Oberbrandmeister und 1979 Hauptbrandmeister. 1985 übernahm er von seinem Vater Felix die Leitung der damaligen Löschgruppe Uthweiler. 1988 wurde er kommissarisch zum stellvertretenden Wehrführer bestellt und 1989 zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Königswinter. In diesem Amt wirkte er mit Leidenschaft sechs Jahre lang.
Werner Weiler kann auch auf eine fast 50jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr zurückblicken. Als technischer Angestellter im Feuerwehrdienst war er von 1974 bis 2005 Leiter der Rettungswache Königswinter, wo er sehr viel Pionierarbeit für den Auf- und Ausbau der Rettungswache leistete. Beispielsweise ist ihm die Einrichtung eines Notarztdienstes in Königswinter zu danken. 27 Jahre lang war Weiler stellvertretender Leiter der Löscheinheit Uthweiler. Noch heute gefragt sind die hervorragenden organisatorischen Fähigkeiten Weilers, ohne die so manche größere Veranstaltung wie etwa der Bayerische Abend nicht so reibungslos verlaufen würde.
Als ‚Spätberufenen’ bezeichnete Bungartz Voker Grahn, der lange Zeit als Verwaltungsbeamter für das Sachgebiet ‚Feuerschutz- und Rettungsdienst’ zuständig war. Dort lernte er das ehrenamtliche Engagement kennen und schätzen. Als er 1990 eine andere Arbeit in der Verwaltung übernahm, entschloss er sich, als aktives Mitglied in die Löschgruppe Uthweiler einzutreten. 1997 konnte er einen Truppführer-Lehrgang erfolgreich abschließen. Mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art förderte er die Kameradschaft und war immer da, wenn man ihn brauchte. Allen drei neuen Ehrenabteilungs-Mitgliedern dankte Bungartz für ihre großartigen Leistungen und ihren vorbildlichen Dienst.“
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