150 Jahre Hartenberger Brunnen

Aufnahme: 2010

150 Jahre Hartenberger Brunnen

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

Nahezu die ganze Dorfgemeinschaft des Hartenberges war ins Festzelt gekommen, um das 150jährige Bestehen des Hartenberger Dorfbrunnens zu feiern. Am Brunnen selbst, der 150 „Fuß kölnisches Maß“ (56 m, d.Red.) tief ist und heute noch benutzt werden könnte, wurde mit Steinwürfen demonstriert, dass der Schacht nicht verfallen und der Boden mit Wasser bedeckt ist. Mit Tanz, Solo-Einlagen, Sketchen über Ereignisse des Dorflebens sowie rheinischen Liedern erreichte die Stimmung schnell ihren Höhepunkt.

Die Wasserversorgung in den höher gelegenen Orten und Gehöften von Oberpleis war in früheren Jahren besonders schwierig. In trockenen Jahreszeiten musste für Mensch und Tier das benötigte Wasser oft aus tiefer gelegenen Quellen und Bächen geholt werden. Wo oberflächliche Wasservorkommen fehlten, blieb nur der Brunnenbau übrig. Vor dieser Entscheidung standen vor 150 Jahren auch die Bewohner von Hartenberg.

Mit dem Bau des Brunnens wurde am 9. Dezember 1836 begonnen. Ein Brunnenbauer wurde als Fachmann hinzugezogen. Der Brunnen entstand auf dem Grund und Boden der Familie Wilhelm und Anna-Christina Weber. Die Kosten betrugen 150 Thaler preuss. Corent. Fertigstellungstermin war der 20. Juni 1837. Die Arbeiten vollendeten Hartenberger Ackersleute, die sich mit ihren Initialen auf dem verwitterten Balken, der zur Hartenbergstraße hin in der über dem alten Brunnen errichteten Scheune sichtbar ist, verewigten als BK = Bernhard Kümpel, JW = Johann Weber, FK = Ferdinand Klein, WK = Wilhelm Körfer, JK = Johann Körfer, WW = Wilhelm Weber und KR = Konrad Röttgen.

Der Brunnen hat einen Durchmesser von zwei Metern. Nur der obere Rand wurde ummauert, während in der Tiefe fester Tuffstein angetroffen wurde. Rund 75 Jahre diente die Wasserstelle zur Versorgung der Hartenberger Bürger. Im Jahre 1912 wurde das Dorf an das Versorgungsnetz des Wasserleitungsvereins Kuxenberg angeschlossen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Schacht mit einer Betonplatte abgedeckt und der Aufbau entfernt.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 30 vom 23.7.1987
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt Der Brunnenbau auf dem Hartenberg
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Aus den Dörfern ringsum Presseberichte Presseberichte 3 (ab 2001)
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