Das Bläsercorps Auel-Gau sorgt bei den Besuchern seines mitreißenden Konzerts für Gänsehaut

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2010

Das Bläsercorps Auel-Gau sorgt bei den Besuchern seines mitreißenden Konzerts für Gänsehaut

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

Eine Gänsehaut kann man nicht nur bekommen, wenn es plötzlich kalt wird oder es einen ordentlich gruselt; auch ein besonders schönes, ergreifendes Erlebnis kann mitunter dazu führen, dass uns die Haare quasi zu Berge stehen. Ein solches Gänsehautgefühl der positiven Art erlebten die Besucher des großen Unterhaltungskonzerts des Bläsercorps Auelgau Oberpleis am Samstag in der Aula des Schulzentrums. Tatsächlich spielten die 28 Musiker unter der Leitung von Dieter Bergmann so mitreißend, dass dem einen oder anderen wohlige Schauer den Rücken herunterliefen. Ob Polka oder Filmmusik, Abba-Hit oder Country-Song. Schlagerklassiker oder Musical-Ohrwurm - für dieses Konzert hätte sich das Bläsercorps das Prädikat "besonders wertvoll" verdient.

In der Region sind die Musiker zwar längst kein unbeschriebenes Blatt mehr - man kennt sie im Karneval als Regimentskapelle der Narrenzunft Oberpleis oder als Stimmungsmacher bei vielen Feierlichkeiten - an diesem Abend jedoch konnte man sie einmal von einer ganz anderen Seite erleben. Aufgestellt wie eine große Bigband und mit einem ebensolchen Klang präsentierte das Bläsercorps eine musikalische Zeitreise durch die vergangenen vier Jahrzehnte und somit durch die eigene Vereinsgeschichte. „Mit solch einem kleinen Horn hat alles angefangen", erinnert sich Vorsitzender Hans Nonnen bei der Begrüßung, "damit sind die Junggesellen damals durch den Ort gezogen und haben Krach gemacht." Noch mehr Instrumente machen noch mehr Krach, dachten sich die jungen Leute wohl damals und gründeten vor 44 Jahren das Bläsercorps.

Von Krach kann heutzutage längst nicht mehr die Rede sein. Der erste Teil des Konzerts versetzte die Besucher nicht nur zurück in die Goldenen Zeiten des deutschen Schlagers, sondern war auch eine Hommage an die traditionelle Blasmusik der 50er und 60er Jahre. Dabei stellte das Bläsercorps unter Beweis, dass es nicht nur ein hervorragendes Orchester ist, sondern auch über exzellente Solisten verfügt. Mit Leonard Biwer konnte Bergmann einen Shootingstar aus unserem Talentschuppen ankündigen. Der 18jährige ist nicht nur jüngstes aktives Orchestermitglied, sondern bereits ein Ausnahmetrompeter. Für seinen „Mittenachtsblues" erntete er stürmischen Applaus.

Das Bläsercorps hat noch weitere außergewöhnliche Künstler in den eigenen Reihen: Rainer Hochstätter und Andreas Hüll ließen mit ihren Alphörnern Alpenklang am Pleisbachstrand. Auch Teil zwei des Konzerts mit vielen bekannten Hits machte Appetit auf mehr und bescherte auch noch ein optisches Glanzlicht: Stolz präsentierten die Musiker ihre neuen silbergrauen Westen mitsamt passender Fliege, die künftig vor allem bei festlichen Anlässen zum Einsatz kommen sollen. So war das erste große Unterhaltungskonzert ein mehr als guter Ersatz für das alljährliche Maifest, das das Bläsercorps jahrelang mit viel Engagement ausgerichtet, vor zwei Jahren aber aufgrund ausufernder Probleme mit betrunkenen Jugendlichen eingestellt hatte.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung
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Friedrich Müller
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