Aufnahme: 2008
Große Quertennenscheune / Räuberhauptmann "Der Fetzer"
Diese bemerkenswert große Scheune aus dem 18. Jh. wurde erst 1912 nach Rübhausen versetzt. Bis dahin stand sie auf dem Halmshof in Wellesberg, der damals aufgelöst wurde. Transloziert wurde hauptsächlich das Balkenwerk. Es konnte zerlegt und wieder zusammengebaut werden. Nach dem Wiederaufbau 1912 in Rübhausen wurde die Gefache allerdings nicht mehr altertümlich mit Holzgeflecht und Lehm gefüllt, sondern der Zeit entsprechend mit Bimsstein ausgemauert.
Man erzählt sich, die Brandspuren an einigen Balken stammten von einem Überfall des Räubers Matthias Weber und seiner Bande in Wellesberg. Matthias Weber, genannt "der Fetzer", war ein Zeitgenosse des legendären Schinderhannes. Weber und seine Räuberbande trieben zur Zeit der Revolutionswirren ihr Unwesen auch im Westerwald. Der Überfall auf den Halmshof in Wellesberg fand am 22. März 1800 statt. Die Räuber drangen gewaltsam ins Haus ein und fesselten die Bewohner. Es wurde Einiges an Geld gestohlen. Außerdem soll die Räuberbande tüchtig den Vorräten zurgesprochen haben, besonders dem Wein und dem Schnaps. Drei Jahre später wurde der Fetzer gefangengenommen und in Köln auf dem Altermarkt mit der Guillotine hingerichtet. Er war erst 24 Jahre alt und soll über 150 Raubüberfälle verübt haben.
(Zum Bericht des General-Anzeigers: s. Link unten)
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