Praktikant Thomas Taxacher

Aufnahme: 2005

Praktikant Thomas Taxacher

Nach einem sechswöchigen Praktikum in der Fastenzeit, von Aschermittwoch bis zum Weißen Sonntag in Ihren Pfarrgemeinden St. Pankratius und St. Margaretha möchte ich mich zunächst bei Ihnen allen ganz herzlich für die freundliche Aufnahme und Offenheit bedanken.

Neben Pfarrer Baumhof und Frau Gotter, für deren Bereitschaft mich mitzunehmen, ich mich an dieser Stelle ebenfalls bedanken mochte, haben Sie alle es mir leicht gemacht, Kontakte zu knüpfen und das Leben in Ihren Gemeinden kennenzulernen. Erfüllt und beschenkt kehre ich nun wieder zum Studium nach Bonn in das Collegium Albertinum zurück. Die Zeit hier in Oberpleis und Stieldorf ist eine wichtige Etappe auf meinem Weg zum priesterlichen Dienst gewesen, denn durch das Mitleben mit Pfarrer Baumhof und in der engen Zusammenarbeit mit Frau Gotter konnte ich viele wertvolle Einblicke in die pastorale Arbeit bekommen. Ich habe Gemeinden in ihrer jeweiligen Eigenart und Unterschiedlichkeit und im spannenden Prozess des Zusammenwachsens und Zueinanderfindens kennenlernen dürfen.

Sie fragen sich sicher: Was macht so ein Praktikant denn den ganzen Tag in einer Pfarrgemeinde? Nun, zunächst habe ich den Tag mit Pfarrer Baumhof mit dem gemeinsamen Gebet begonnen, anschließend Frühstück. Danach standen unterschiedliche Dinge auf dem Tagesprogramm, wobei ich Pfarrer Baumhof begleiten konnte: Verschiedene Gottesdienste, Exequien, Schulgottesdienste, Taufgespräche, Sakramentenkatechese, Begleitung der Exerzitien im Alltag, Frühschichten in der Fastenzeit, Planung und Organisation der „Nacht der offenen Kirche" in Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus der Gemeinde, Teilnahme bei Dienstbesprechungen und Gremiensitzungen.

Immer wieder habe ich auch ihre Gemeindereferentin Frau Gotter begleitet und konnte so ihre vielfältige Arbeit kennenlernen: Kontaktstunden in den Grundschulen Oberpleis und Stieldorf, Schulgottesdienste, Vorbereitung von Familiengottesdiensten, Elternabenden, Familienkreuzweg, Sakramentenkatechese..

Sie merken sicher schon, es gibt eine ganze Menge an Aufgabenbereichen und Tätigkeitsfeldern im Leben einer Pfarrgemeinde und ihrer Seelsorger. Viele Bereiche waren mir aus meinem eigenen ehrenamtlichen Engagement in meinen Heimatgemeinden bekannt, doch habe ich hier bei Ihnen vieles noch einmal aus einer anderen Perspektive wahrnehmen können. Neben schönen Dingen, wie die zahlreichen erfüllenden Begegnungen mit den verschiedenen Menschen der Pfarrgemeinde in den unterschiedlichsten Bereichen wie Schule, Frühschicht, Kar- und Ostertage, in der Liturgie - gehörte dazu auch das Wahrnehmen der Schattenseiten des Alltags eines Seelsorgers.

Die Zerreißprobe zwischen der „Seelsorge für andere" und der „Sorge für die eigene Seele", Differenzen mit Mitarbeitern oder das Aushalten des Spagats zwischen Seelsorge und Management. Doch bei allem überwiegt die Freude am Dienst für Gott und dem Dasein für die Bedürfnisse und Fragen der Menschen. Am Ende meines Gemeindepraktikums verlasse ich Ihre Pfarrgemeinden mit einem bunten Blumenstrauß an Erinnerungen und einem großen Schwung an neuen Ideen und Erfahrungen. Die Zeit bei Ihnen hat mir noch einmal mehr Mut gemacht, weiterhin auf dem eingeschlagenen Weg zum priesterlichen Dienst zu verbleiben, um den Menschen von Gottes froh machender Botschaft zu erzählen! Die gemachten Erfahrungen erfüllen mich mit großer Freude, wenn ich dabei an meine zukünftigen Aufgabenfelder in einer Pfarrgemeinde denke.

Auch Ihnen und Ihren Familien wünsche ich eine große Freude im Herzen, sowie das Festhalten an der froh machenden und Zuversicht gebenden Botschaft des Auferstandenen, der Leben verheißt!
Thomas Taxacher

Quelle
Pfarrfamilie Nr. 2, Juni -Sept 2005; Bericht: Thomas Taxacher
Zur Verfügung gestellt von
Edith Jarzombek / Pfarrarchiv St. Pankratius Oberpleis
Räume & Galerien
Katholische Kirche Oberpleis Presseberichte Presseberichte 3 (ab 2001)
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