Festakt zum 15jährigen Bestehen der Partnerschaft

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2004

Festakt zum 15jährigen Bestehen der Partnerschaft

"Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 15jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen der französischen Stadt Cognac und Königswinter war im Probst-Gerhard-Saal zu Oberpleis ein Festakt. An der Stirnseite des Saales hingen die Fahnen der beiden Städte. Zum 'Entree' und zum 'Fin' des Festaktes spielte Alexander Zelskij französische Musettemusik auf Akkordeon und Saxophon. Die Feierstunde wurde umrahmt durch Gesänge des Oberpleiser Jugendkammerorchester am Gymnasium in Oberpleis unter der Leitung von Irina Brochin. Dieser Chor war wie auch der anwesende Jugendtanzsportclub Eudenbach unter der Leitung von Anita Höhner schon mehrfach in der Partnerstadt.

Nach den Worten von Bürgermeister Peter Wirtz hat sich die Partnerschaft zwischen dem Königswinterer Drachen und dem Cognacer Salamander in den letzten Jahren mit majestätischer Kraft und Eleganz entwickelt, wobei vor allem der scharfe Blick eines vergleichbaren Adlers für das Wesentliche, nämlich die Begegnung der Menschen und die Knüpfung persönlicher Beziehungen prägend war. Die vergangenen 15 Jahre waren erfüllt von gelebter Partnerschaft. Wirtz dachte dabei an die mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler der beiden Städte, die im Rahmen des Schüleraustausches die jeweils andere Stadt kennen und lieben gelernt haben. Freundschaften sind entstanden, die weit über die Schulzeit hinaus Bestand haben.

Mit jedem Austausch wachse die Zahl derjenigen, die ein unverfälschtes Bild des Nachbarlandes erhalten. Es gibt, so Wirtz, keine bessere Möglichkeit die Idee der Völkerverständigung und der Einigung Europas zu fördern und nachhaltig umzusetzen, als auf die Bereitschaft junger Menschen zum Einsatz für ein friedvolles und gleichberechtigtes Leben miteinander im Hause Europas zu bauen. Eine gute Investition sei es trotz widriger finanzieller Rahmenbedingungen die Haushaltsmittel für die Städtepartnerschaft und für den Schüleraustausch bereitzustellen. Unverzichtbar sind auch die vielfältigen Besuche von Vereinen und Chören, der Feuerwehr und die Aktivitäten des Partnerschaftsvereins Cognac in Königswinter und des 'Comites de Jumelage' in Cognac. Lobend erwähnte Peter Wirtz den Partnerschaftsverein als tragende Säule der Freundschaft zwischen den beiden Städten. Er erinnerte auch an die gegenseitigen Besuche bei den Weinfesten, an kulturelle Ereignisse, an Ausstellungen, an Volksfesten und an Karneval wo die Cognacer begeistert in Königswinter mitfeiern.

In seiner Ansprache würdigte Wirtz auch die Initiatoren der Partnerschaft. Dies waren von Cognacer Seite der Bürgermeister Francis Hardy und der heutige Bürgermeister und damalige Chef der Jumelage Jerome Mouhot und von Königswinterer Seite Bürgermeister Günter Hank und Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz und viele andere Persönlichkeiten der beiden Städte schlossen sich dem Gedanken an. Dank galt auch Dr. Reinhard Gärtner, dem Vorsitzenden des Königswinterer Partnerschaftsvereins. Wirtz schloss seine Rede mit 'Vive Cognac' es lebe Königswinter.

Bürgermeister Jerome Mouhot blickte ebenfalls auf die 15jährige Freundschaft zurück, auch auf die Verständigung der beiden Völker. Gerade mit Königswinter sei die Freundschaft groß weil im benachbarten Rhöndorf Dr. Adenauer die Freundschaft mit de Gaulle besiegelt habe. Bilder der beiden großen Staatsmänner hingen in seinem Büro. Mouhot erwähnte auch die gegenseitigen Ausstellungen der Künstler und bedankte sich vor allen mehrfach für die großartige Unterstützung der Königswinterer Bevölkerung und der Stadt für den Wiederaufbau der zerstörten Teile von Cognac nach dem Sturm vom 27. Dezember 1999. Da habe Könisgwinter die Partnerstadt nicht vergessen. Er schloss seine Rede mit dem Wunsch, dass die Partnerschaft noch viele Jahre andauern möge. 'Vive Königswinter, vive Cognac', so Mouhot.

'Es war 1989 eine Liebesheirat : zwischen Cognac und Königswinter', sagte Dr. Gärtner zu Beginn seiner Rede. Während l mancher Ehemann den Hochzeitstag vergisst, sei dies zwisehen Cognac und der Stadt am Rhein nicht der Fall. Auch wenn heute kein Cognac ausgeschenkt werde so sei man doch fröhlich bei Sekt und Saft. Nach seinen Worten seien Günter Hank und Francis Hardy die Patriarchen dieser Liebesheirat. Die Freundschaft entstand im Jahr des Mauerfalles und das Jubiläum feiere man genau am Tage der Osterweiterung. Möge die Partnerschaft weiter blühen und gedeihen und viele junge Gärtner mögen den europäischen Garten weiter pflegen, sagte Dr. Gärtner zum ' Schluss seiner Rede, die er selbst ins französische übersetzte. Die Rede von Peter ' Wirtz übersetzte Gudrun Szyszka. Dass die Städtepartnerschaft ein Gewinn für die Schüler ist bestätigten in französischer Sprache die Schülerinnen Annika Okrajek und Elisabeth Marek vom Gymnasium am Oelberg, Stufe 12."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr.19 vom 06.05.2004
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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