Die Jubilare der Kolpingfamilie

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2004

Die Jubilare der Kolpingfamilie

75 Jahre Kolpingfamilie Oberpleis - Bannerweihe - Jubilarehrung

"15 Mitglieder der Oberpleiser Kolpingfamilie, die in diesen Tagen ihr 75jähriges Bestehen feiern kann, haben die Vereinigung ein Drittel des Dreivierteljahrhundert begleitet. Fünf Kolpingfreunde können schon auf ein goldenes Jubiläum zurückblicken. Der Vorsitzende Thomas Lissek, der zu Beginn des Festaktes im Propst-Gerhard-Saal die zahlreichen Gäste begrüßte, zeichnete die Mitglieder die seit 25 bzw. 50 Jahre der Kolpingfamilie angehören, zusammen mit dem Vorstandsmitglied Maria Haaks aus.

Seit 25 Jahren gehören der Familie an: Hans-Werner Selzer, Paul Bellinghausen, Dr. Mathilde Grieger, Irmhild Lissek, Ursula Mohr, Gertrud Strothmann, Karl Vogt, Helmut Weber, Anni Fehlemann, Ute Leyendecker, Robert Müllenholz, Dieter Müller, Peter Schäpertöns, Agnes Weber und Dorothe Weber. Auf 50 Jahre Zugehörigkeit können zurückblicken: Willi Half, Heinrich Hillen, Rudolf Hoff, Josef Pickel und Willi Zerres.

Dem Festakt voraus wurde eine Eucharistiefeier begangen. Hauptzelebrant war der Diözesanpräses des Kolpingwerkes Michael Dziba, der auch die Jubiläumsfestpredigt hielt. Mit ihm gestalteten den Festgottesdienst, den der Chor gesanglich verschönerte, Präses Dirk Baumhof, Pfarrer Werner Oster, der von 1954 bis 1960 als Kaplan in Oberpleis wirkte und zu dieser Zeit Präses der Kolingfamilie war, sowie der Abt des Klosters auf dem Siegburger Michaelsberg, Raphael. Oberpleis ist sozusagen eine Tochter des Klosters, denn bis 1803 gehörte Oberpleis dem Kloster. Wie der Abt betonte, könne das Kloster heute aus verschiedenen Gründen die ehemalige Niederlassung in Oberpleis nicht mehr unterhalten.

Während des Gottesdienstes weihte der Diözesanpräses auch das neue Banner der Kolingfamilie ein. Zahlreiche Bannerabordnungen befreundeter Nachbarkolpingfamilien umsäumten den Altar. Beim Festakt sprach Klaus Ruppert vom Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat die Glückwünsche aus. 75 Jahre habe die Kolpingfamilie das Leben in der Gemeinde mit viel Liebe und Treue hochgehalten.

Er wünschte, dass dies auch in den kommenden Jahren weiterhin der Fall sein möge. Vor rund 190 Jahren sei Adolf Kolping in Kerpen geboren. Wenn heute eine Umfrage gestartet würde, welche bedeutende Persönlichkeit aus Kerpen stamme, würde kaum einer Adolf Kolping nennen, sondern Michael Schumacher. Man nannte früher die Kolpingfamilie auch Gesellenverein, weil damals viele Gesellen auf Wanderjahre diesem Verein angehörten. Aber Gesellenverein bedeute auch ein Verein mit viel Geselligkeit. Sein Wunsch: Möge die Familie auch noch das 100jährige feiern können.

Nach diesem kirchlichen Glückwünsch sprach Bürgermeister Peter Wirtz für die weltliche Gemeinde. Er äußerte sich erfreut darüber, dass die Kolpingfamilie mit Leben erfüllt sei und auch die Gemeinde mit Leben erfüllt. 75 Jahre habe man sich gegenseitig geholfen und tue das auch heute noch. Aus der Kolpingfamilie sei das Bildungswerk und auch die Narrenzunft entstanden. Sein Geldgeschenk sei größer ausgefallen als sonst zu Jubiläen üblich. Mit der Überreichung ertönte ein Treu Kolping.

Nächster Gratulant war Karin Bleil, Diözesanvorsitzende des Kölner Kolpingwerkes. Sie erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass wir bei der Landtagswahl im kommenden Jahre dran denken sollen, christliche Vertreter zu wählen. Die Kolpingfamilien engagierten sich im sozialen Bereich. Die sozialen Zuschüsse dürften nicht gestrichen werden, denn dann müsste zwangsläufig das soziale Engagement gekürzt werden, und viele Jugendliche könnten nicht mehr gefordert werden. Sie gratulierte der Kolingfamilie und überreichte die Jubiläumsurkunde.

Für die evangelische Gemeinde sprach Gerhard Würtz und würdigte das gute Miteinander und die gute Harmonie der beiden christlichen Gemeinden und überreichte ebenfalls ein Geschenk. Über das Thema ‚Christliche Soziallehre zur Zeit der Globalisierung‘ hielt Abt Raphael aus Siegburg den Festvortrag. Über die weiteren Festlichkeiten werden wir in der nächsten Ausgabe noch berichten."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 22 vom 27.05.2004
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Katholische Kirche Oberpleis Presseberichte Presseberichte 3 (ab 2001)
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