Aufnahme: 2004
Goldene Hochzeit im Hause Remig
Im Jahr 1952 besuchte Hans Remig einen Meisterlehrgang Landwirtschaft und Geflügelzucht, als er Ulla Kirchner fast umlief, die auf dem dortigen Großhüttenhof im ersten Lehrjahr war. Fortan nutzte er - sehr zum Leidwesen des Meisters jede Gelegenheit ihr zu begegnen und zog sich auch noch auf andere Weise den Zorn des Ausbilders zu. War er doch seinerzeit schon im Karneval aktiv und hatte beste Presse für einen Auftritt bei einem Vorstellabend. Befragt, wie er denn bei diesen Aktivitäten im Umfeld seine Prüfung ablegen wolle, antwortete er pfiffig: mit eins. Ohne der Geschichte vorgreifen zu wollen, das tat er dann auch. Die Treffen mit Ulla, die am 16. Oktober 1934 in Bischofsburg/Ostpreußen geboren wurde, gestalteten sich nun schwieriger, aber man konnte nach Düsseldorf und Gelsenkirchen, wo ihre Eltern lebten, ausweichen. Auch ein Besuch in Bonn, dort erblickte Hans Remig am 5. März 1928 das Licht der Welt, bei seinen Eltern stand an.
Am 23. Dezember 1953 wurde in Gelsenkirchen geheiratet und die Hochzeitsreise nach Vinxel angetreten, wo sie beide auf Gut Frankenforst wohnten und arbeiteten. Drei Kinder gingen aus der Ehe her vor, die auch heute noch von den paradiesischen Zeiten auf dem Gut, umgeben mit Tieren aller Arten und vom Wald. Hans Remig war sportlich aktiv, er spielte Fußball, boxte und betrieb das Ringen. Die karnevalistischen Auftritte wurden bereits erwähnt und 1969, Königswinter war gerade neu zusammengefasst worden, ging er für die CDU in den Rat. Unvergessen seine Auftritte als kleiner Bürgermeister als er das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters bekleidete. Unzählig die Zugehörigkeit zu Vereinen, die ihn heute als Ehrenmitglied oder gar als Ehren vorsitzenden führen.
Im Jahre 1971 gründete er in Stieldorf die Offene Tür für Senioren, die er seitdem zusammen mit seiner Frau Ulla führt. Hier können die beiden auf über 700 Veranstaltungen zurückblicken. Im Jahre 1989 wurde er der Vorsitzende der Initiative gegen den ICE, dank derer Aktivitäten viele Verbesserungen in der Trassenführung und beim Lärmschutz erreicht werden konnten. Auch im Ordenskapitel „Wider den quälenden Durst" darf er natürlich nicht fehlen. Ulla Remig unterstützte seine zahlreichen Aktivitäten stets und hat für sich die Hobbys Gartenarbeit, Handarbeiten und Lesen auserkoren. 8 Enkel zwischen 7 und 19 Jahren sind herangewachsen und werden gern von ihr einmal betreut. Seit 12 Jahren pflegt sie das Ehrenmal auf dem Stieldorfer Friedhof liebevoll.
Nach der Pensionierung vom „Höhnerhänsje" zogen sie in die Margaretenstraße nach Stieldorf und seit drei Jahren wohnen sie nun in Oberpleis. Für ihre Urlaubsreisen suchen sie sich gern immer wieder neue Ziele und bereisen derzeit vorrangig die neuen Bundesländer. Gemeinsame Theater besuche, Musikhören - von U bis E und Spazierengehen durch das schöne Siebengebirge gehören zu den „Rentnerbeschäftigungen". Gefeiert wird kräftig, wollen doch Nachbarn, Freunde und Kinder bei diesem Fest dabei sein. Befragt nach dem Rezept für 50 glückliche Jahre, neigt Hans Remig den Kopf, strahlt seine Ulla an und antwortet „Ohne meine Frau, wäre mir das alles nicht gelungen!" Für die erste Offene Tür im Jahr 2004, die am 14. Januar stattfinden wird, ist eine Überraschung angesagt: Schließlich wollen die Beiden auch in diesem Kreise ihre Goldhochzeit feierlich begehen.
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