Aufnahme: 2004
Abschied vom Kindergarten
„Und ich sag: Eh - ab in die Schule, der KiGa ist vorbei….“ Lukas und Soner (beide 6 Jahre) als „Frontmänner", und mit ihnen 35 weitere „Schlaue Füchse" - das sind die Vorschulkinder des Kath. KiGa St. Pankratius in der Lohrbergstr. - geben zum Abschied ihr Bestes. In coolster Rapper-Manier tragen sie lässig ihre T-Shirts, dazu passend Turnschuhe und die obligatorischen KiGa-Caps. Von selbst gebauten Rhythmus-Geräten untermalt, fräst sich der Refrain des Stückes in jedes Elterngehirn:
„Ab aus dem Kiga zur Schule in die Klasse den Lehrern entgegen
Schreiben, rechnen, lesen lernen, was Neues erleben.
jetzt kommt es dick, man — ich rette den Tag,
ich sag: Ab geht die Party und die Party geht ab“
Die begeisterten Zuschauer fordern frenetisch Zugabe um Zugabe - bis zur völligen stimmlichen Erschöpfung ihrer Kinder. Im KiGa in der Lohrbergstr. erleben sie immer Etwas und auch beim diesjährigen Abschied der „Schlauen Füchse" kurz vor der Sommerpause geht im sprichwörtlichen Sinne die Party ab. Diesmal gibt's vor Allem was auf die Ohren.
Die Kinder stellen den staunenden Eltern und Geschwistern an einem Beispiel unter Beweis, was sie sich in den vergangenen drei Jahren gemeinsam mit ihren Erzieherinnen in den Bereichen Spiel, Sport, Sprache, Musik und Kreativität erarbeitet haben. Hochkonzentriert sind sie bei der Sache. Der Rhythmus und die Einsätze stimmen; bei dem 260 Seiten umfassenden Text mit schwierigen Passagen gibt es praktisch keine Versprecher oder Aussetzer - eine perfekte Performance der 6-jährigen.
Schauen Sie mal in die nebenstehenden Gesichter der Kinder. Da ist Lebensfreude und Spaß pur zu spüren. Ebenfalls köstlich: die Geschichte um den „Ernst des Lebens". In vier Szenen macht sich Annette (gespielt durch Barbara Schild) auf die Suche nach den Hintergründen der berühmten Redewendung, um abschließend festzustehen, dass es sich bei „Ernst" um Ihren Schulnachbarn handelt (gespielt durch Joachim Jaensch).
Im Mehrzweckraum im Untergeschoss bestaunen die Eltern die Oma- und Opa-Porträts der „Schlauen Füchse" vom Großelterntag oder andere Bilder z.B. von der Abschlussfahrt mit Übernachtung nach Marienthal mit Stilleben rund um den KiGa (oftmals Spielplatzszenen). Der Ein oder Andere fühlt sich dabei zwar nicht ganz so ideal getroffen („ich war aber auch schon mal dünner! '“; „Habe ich wirklich so wenig Haare?“ Aber eines ist unverkennbar: Unsere Töchter und Söhne haben sich in den drei Jahren unglaublich entwickelt.
Die Erzieherinnen haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet - ein starker Jahrgang macht sich auf den Weg, „den Tag zu retten". Auch wenn bei Jung und Alt im Laufe des Abends so manche Träne kullerte oder weggedrückt wird, die Ansage der Kinder gilt: „Wir kommen, wir kommen, Frau Kremer mach dich bereit...
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