Aufnahme: 2003
Pfarrer Willi Müller weihte ein Kreuz für das Pfarrheim und berichtete über den neu gegründeten Pfarrverband
"Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde St. Pankratius
Zu Beginn des Empfanges im Pfarrheim segnete Pfarrer Willi Müller ein in Maria Laach gefertigtes Kreuz, welches am Versammlungsort einen würdigen Platz erhalten hat. Nach Willkommensworten des Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden, Klaus Ruppert, berichtete der Pfarrer über den aus den katholischen Gemeinden Stieldorf, Oberpleis, Ittenbach und Heisterbacherrott/Thomasberg gebildeten Pfarrverband. Die Gründung des Pfarrverbandes für den Seelsorgebereich der Siebengebirgsgemeinden fand bereits im Januar statt. Die Pfarrverbandskonferenz besteht aus je zwei Vertretern aus den Pfarrgemeinderäten und je einem Vertreter des Kirchenvorstandes der einzelnen Kirchengemeinden sowie aus den vier Pastoren und den zwei Gemeindereferenten. Das sind 18 Personen. Jetzt galt es den Pfarrverbandsleiter zu wählen. Zur Wahl stellten sich Pfarrer Udo-Maria Schiffers aus Ittenbach und Pfarrer Paul Woelki aus Heisterbacherrott/ Thomasberg. Jeder der beiden Geistlichen erhielt neun Stimmen. Jetzt muss der Kölner Kardinal Meisner die Entscheidung treffen.
Beschlossen wurden auf der ersten Konferenz des Pfarrverbandes ein gemeinsames Bildungsangebot, Internet-auftritte, gemeinsame Firmvorbereitung und zwei gemeinsame Wochenenden der Kommunionkinder der Jahre 2000 und 2001 im März und Juni sowie gemeinsame Jugendveranstaltungen. Jede Gemeinde bleibt selbstständig, allerdings müssen sie sich die Geistlichen teilen. Der Pfarrverband soll auch einen Namen haben. Vorgeschlagen wurde ‚Am Ölberg in Königswinter‘. Diese Bezeichnung lehnte aber das Generalvikariat in Köln ab und bestimmte‚ Königswinter am Ölberg‘. Pfarrer Müller: ‚Damit können wir auch leben‘. Müller bezeichnete es noch als Glück, dass die Gemeinden im Siebengebirge nicht so schrumpfen wie im übrigen Erzbistum. Im Allgemeinen würden die Pfarreien immer kleiner und dadurch würden die Steuereinnahmen sinken. In den Siebengebirgsgemeinden gehe die Zahl der Kirchenbesucher zurück, aber nicht so dramatisch wie andernorts. Der Pfarrer wandte sich gegen die Forderung 'Hebt das Zölibat auf, dann habt ihr auch genügend Priester und Seelsorgekräfte'. Das sei Unsinn, denn Pastoral- und Gemeindereferenten dürften ja heiraten, und doch gebe es Nachwuchssorgen.
In Zukunft wird der Seelsorgebereich im Bergbereich von Königswinter nur noch zwei Pfarrer, einen Diakon, einen Pastoralreferenten und einen 'halben' Gemeindereferenten haben. Oberpleis entsendet in den Pfarrverband vom Pfarrgemeinderat bzw. Kirchenvorstand Barbara Lütz, Maria Hermes und Christel Räcker. Pfarrer Müller gab auch einige Zahlen aus der Pankratiusgemeinde bekannt. So hat Oberpleis 4861 Katholiken, rd. 830 besuchen davon die Sonntagsgottesdienste, 41 Taufen erfolgten in 2002, vier Paare ließen sich trauen, 69 Pfarrangehörige starben, 18 traten aus der Kirche aus und zwei baten um Wiederaufnahme.“
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