Aufnahme: 2003
Goldene Hochzeit im Hause Wasserheß
Das Jubelpaar bei der Feier
„Kenngelernt haben sich Anton Wasserheß und Christine Faßbender schon während der Kinderzeit, da einige Onkel und Tanten des Jubilars, der am 21. Mai 1926 auf dem elterlichen Hof in Berghausen das Licht der Welt erblickte, in Wellesberg wohnten.
In Wellesberg war am 13. Mai 1928 die heutige Jubelbraut geboren worden. Gleichzeitig besuchten sie die Landwirtschaftsfachschule, die umgangssprachlich als Knollescholl, von ‚Toni‘ jedoch als Rübenakademie bezeichnet wird. Der Heimweg nach einer Karnevalsveranstaltung im Post Mattes Saal in Oberpleis führte zu einer Verbindung, die nunmehr mit der Goldenen Hochzeit einen Höhepunkt findet. Toni Wasserhess leitete in Berghausen den Junggesellenverein, war in der Narrenzunft und beim Waldbauernverein in Oberpleis aktiv. Beide sind bekannt für ihre Büttenreden, die auch schon mal während des Melkens entstanden.
Die Jubilarin legte vor ihrem Mann und anderen Berghausener Größen ihre Führerscheinprüfung ab und war auch als schneidige Motorradfahrerin bekannt. Heute frönen sie ihren Hobbies, Lesen und Handarbeiten. Vier Kinder gingen aus der Ehe hervor, die für neun Enkel sorgten, an deren Aufwachsen sich die beiden erfreuen. Eine Messe in der Kapelle in Wellesberg, wo sie auch getraut wurden, gehörte ebenso zu den Feierlichkeiten wie ein großes Fest in der Turnhalle in Sandscheid.
Hier hatte der Bürgerverein für festlichen Schmuck gesorgt und getreu dem Motto ‚Raum ist in der kleinsten Hütte‘ fanden sowohl die Musiker des Auelgau, die Tänzer der Zunftsterne als auch der Männerchor Quirrenbach Platz für ihre Vorträge. Die Waldhornbläser brachten ein Ständchen dar, das auf Wunsch des Jubilars mit dem Signal „Die Sau ist tot" beendet werden musste und für allgemeine Heiterkeit sorgte.“
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