Aufnahme: 2002
„Der Widerspenstigen Zähmung" von der Theater-AG des Gymnasiums aufgeführt
"'Der Widerspenstigen Zähmung - Theater-AG präsentierte Shakespeare-Stück
Anderthalb Jahre Probezeit finden am Mittwoch, 20. Februar, und am Donnerstag, 21. Februar, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Schulzentrums Oberpleis ihren Abschluss mit der Aufführung des Stückes 'Der Widerspenstigen Zähmung' von William Shakespeare. Die etwa 30 Mitglieder der Theater-AG des Gymnasiums am Ölberg in Oberpleis - hier sind auch Maske und Technik inbegriffen - hatten gegen etliche Widrigkeiten zu kämpfen, bis sie nun tatsächlich die Inszenierung auf die Bühne bringen konnten. Umbesetzungen waren mehrfach notwendig, die durch Umzug, Auslandsaufenthalt und - besonders tragisch - den Tod der Mutter eines Mitspielers verursacht wurden.
Nach den Aufführungen von Moliere-Stücken war der Schritt zu Shakespeare mutig und stellte für die Darsteller eine sprachliche Herausforderung dar. Das Stück hat sich trotz oder wegen einiger Überspitztheiten als unverwüstliches Lustspiel zum Thema Machtkampf der Geschlechter in der Liebe erhalten. Die Darstellerin der Katharina, Lena Oelmann, ist auch gespannt auf die Reaktion des Publikums auf ihre - unzeitgemäße? - Wandlung in die getreuliche Dienerin ihres Gatten. Aber das sagt schon das Programmheft, 'selbst wenn der Zahn der Zeit an einigen Stellen an der Botschaft des Stückes verstärkt zu nagen begonnen hat, mache sich jeder selbst seinen passenden Reim'. Für Julian von der Burg, der den Petruchio darstellt, heißt es mit dieser Rolle Abschied nehmen, da anschließend das Abitur auf ihn wartet.
Und dies ist wörtlich zu verstehen, wie Dieter Grundei, der Leiter der Theater-AG, betont, denn die Kollegen nahmen gerade in der heißen Zeit der Proben Rücksicht auf die Belastung der Darsteller und zeigen viel Verständnis. Etwas gebangt wird noch um den Einsatz von Christian Hühnlein, der derzeit erkrankt ist. Aber, so Dieter Grundei, in allergrößter Not könnte der ehemalige Schüler Florian Wolf einspringen, der diese Fähigkeit bereits bei der letzten Aufführung von 'Der Geizige' unter Beweis stellte. Sollte aus den Einnahmen der Aufführungen durch die Eintrittsgelder ein Überschuss entstehen, so kann das Brasilien-Schul-Projekt von Andreas Müller mit einer Spende rechnen. Da es bekanntlich nach der Aufführung für die Schauspieler 'vor der Aufführung' heißt, darf man gespannt sein auf das nächste Vorhaben der Gruppe. Der 'Sommernachtstraum' liegt als Textbuch schon bereit und soll auf die Bühne gebracht werden."
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