Heinz Vogt erhielt den Bürgermeister-Sonderorden

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Aufnahme: 2002

Heinz Vogt erhielt den Bürgermeister-Sonderorden

st. Seit Jahren verleiht der Bürgermeister einen Sonderorden für einen verdienten Königswinterer Karnevalisten. In diesem Jahr wurde der amtierende Präsident der Oberpleiser Narrenzunft, Heinz Vogt, stolzer Träger dieses Ordens. Vogt (53) trat 1969 mit den Dorfspatzen, einer Gesangstruppe, in die Zunft ein, wurde bereits zwei Jahre später als Pressewart in den Vorstand gewählt, 1987 zum Vorsitzenden und ist seit neun Jahren Präsident der Vereinigung. Bürgermeister Peter Wirtz sprach in launigen Worten die Laudatio und betonte zu Anfang nur „Verkehrtes": So z. B., dass der Proband keinen Spass vertragen könne, er sei arbeitsscheu, wortkarg, dunkelhaarig und ein Mensch zum Weglaufen. Als die Karnevalisten bereits große Augen bekamen, hörte Wirtz mit seinen „Lügen" auf und kam zu den wahren Eigenschaften des Präsidenten, von Beruf Apotheker. Heinz Vogt sei ein Urgestein des Pleeser Fastelovends. Er sei ein Mensch von Frohsinn und Heiterkeit.

Der feierlichen Verleihung wohnten nicht nur die weiß befrackten Karnevalisten der Narrenzunft bei, sondern auch Abordnungen  der  Strücher KG, der Großen Königswinterer, der Sonnigen Rheinländerinnen, der Siebengebirgsperlen, der Bockerother KG und der Öttemicher Jecken. Gekommen war auch Pfarrer Paul Woelki, dem die Karnevalisten die jährliche Mundartmesse in Thomasberg verdanken. Die Ordensüberreichung fand im Haus Bachern in der Altstadt statt. Die Große Königswinterer ließ es sich nicht nehmen, dem neuen Ordensträger einen Tanz der  Drachenfelsgarde zum Geschenk zu machen. Der Abend wurde umrahmt mit zwei Büttvorträgen von Willi Armbröster.

Heinz Vogt ging in seinen Dankesworten  zunächst  auf den Unterschied des wilden Bergvolkes und der lieben Mitmenschen im Rheintal ein, verstand die hohe Auszeichnung auch als Anerkennung für die Narrenzunft und fuhr dann in Reimform fort: „Ein Zeichen, dass du älter wirst, wenn der Bürgermeister Wirtz dir forsch erklärt per Telefon: Du wirst geehrt, freu dich , mein Sohn! Der Mensch lebt lange unbeschwert, dann wird er alt - und wird geehrt und durch die Hand vom Wirtze Pitter ich mich schlagen lass zum Ordensritter.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 47 vom 21. November 2002; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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Orden und Auszeichnungen Presseberichte Presseberichte 3 (ab 2001)
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