Aufnahme: 2002
Proklamation des neuen Dreigestirns in Bockeroth
mn. Nach dem Einmarsch des Elferrates in den vollbesetzten Saal „Op de Hüh" zeigten die aufgeregten Düwelchen gleich zu Beginn der Prunksitzung am 12. Januar, was sie für diese Session gelernt haben. Das Rheinland-Duo lockerte sodann die Lachmuskeln der Besucher und löste seine Aufgabe als Eisbrecher blendend. Beim Einmarsch der neuen Tollitäten, begleitet vom Musikzug des Löschzuges Altstadt und der Prinzengarde, hielt es keinen mehr auf dem Sitz, und nur unter Mühen erreichten Michael III., Katja I. (Hochstetter) und Bauer Mike strüßchen- und kamellewerfend die Bühne. Hier wurden sie bereits vom Präsidenten der KG, Wolfgang Wicharz, erwartet. Bürgermeister Peter Wirtz eilte ihm zur Hilfe, und mit vereinten Kräften konnte die Proklamation beginnen.
So erhielt der an einem Heiligen Abend geborene Prinz die Insignien der Macht, und als Einzelheiten aus seinem Leben wurde bekannt, dass er begeisterter Haribovertilger ist, gern Ski fährt und joggt. Sein größten Hobby ist seine (Tiefbau-)Firma, und einen Ehrendoktorgrad hat er in der Casa-Frittologie - er kennt jede Frittenbude zwischen Köln und Königwinter. Prinzessin Kata I., die treibende Kraft in Sachen Prinzenpaar, arbeitet beim Bodenpersonal der Lufthansa im Flughafen Köln/Bonn und fand Spaß am Karneval seit ihrem Umzug nach Bockeroth.
Als „peinliche" Enthüllung musste verzeichnet werden, dass die Prinzessin die 11 närrischen Gebote beim Einkaufen in Oberpleis in einem Geschäft hatte liegen lassen. Es brach hektische Betriebsamkeit aus, um die „Gesetzesrolle" wieder herbeizuschaffen.
Bauer Mike, der dieses Amt nun zum vierten Male innehat, freute sich wieder genauso auf die Session wie beim ersten Mal. Ein ehrgeiziges Ziel hatte sich der Prinz gesetzt: Er wollte bei der Proklamation solange reden wie der Präsident, und deshalb ging er an das Verlesen der närrischen Gebote, nicht ohne sich auch beim Publikum in der P-Frage Rückhalt zu holen. Selbst der Ruf „Bockeroth, Helau" hatte aber seine Gefolgsleute nicht abschrecken können, und er wurde begeistert gefeiert.
Und so soll denn bis Aschermittwoch das Bier in Bockeroth nur einen Euro kosten, der WBV statt Kalk Kamelle aus den Hähnen rieseln lassen, sowie für ein Schaumbad der Prinzessin der Düwelsarschbach von Kolibakterien befreit werden. Stadtbrandmeister Bernd Walter wurde zum Hofbrandmeister ernannt, der die Brände in der Hals- und Rachengegend mit Kölsch löschen soll.
Mit weiteren Beiträgen von Willi Armbröster, Andreas Kraitzek als Rocky, dem Huusmester vom Bundestag und dem Bonte Pitter wurden die Besucher köstlich unterhalten. Musikalisch sorgten die Torpedos, die Köbesse und De Fründe dafür, dass keine Müdigkeit aufkommen konnte, was dann auch erklärte, dass die letzten Gäste erst gegen fünf Uhr morgens ihren Heimweg antraten.
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