Aufnahme: 2019

Paul Winterscheidt (Mundart)

Deheem wutt Platt jerädd!

Zu Hause wurde Dialekt gesprochen, zumindest in der Zeit bis etwa 1940. Danach hieß es: "Sprich ordentlich", also Hochdeutsch, denn anders käme man in der Schule, im Beruf und im gesellschaftlichen Leben nicht mehr zurecht.

Aber was ist unser Dialekt, unsere heimatliche Mundart?

Unser im Oberpleiser Hügelland gesprochener Dialekt fußt auf dem Ripuarischen, also dem hauptsächlich im Kölner Raum gesprochenen Platt, dem sogenannten Kölsch.
Das Oberpleiser Platt ist jedoch hiervon stark abweichend und mehr landschaftlich derb geprägt und klingt im Vielem anders als der Kölner Dialekt.

Gibt es also einen eigenständigen Oberpleiser Dialekt?

In verbindlicher Reinform mit absoluter Sicherheit nicht, denn selbst im überschaubaren Bereich des Oberpleiser Kirchspiels sind von Ort zu Ort Abweichungen zu erkennen, die neben der Ortseigenart auch von Bonn (Bönnsch), von der Rheingegend um Königswinter-Dollendorf (Rhengsch) und vom Moselfränkischen (z.B. Aegidienberg) beeinflußt sind.

Um unsere im Siebengebirge gesprochene Mundart zu erhalten oder zumindest für die nachfolgenden Generationen in verständlicher Form erlebbar zu machen, ist unsere Mundart mein Steckenpferd geworden.

Im Virtuellen Raum "Mundart" ist eine größere Anzahl von Berichten, Geschichten und Gedichten abrufbar.

Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt: Foto und Bericht
Räume & Galerien
Mein Steckenpferd Mundart
Aufrufe
234

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.