Aufnahme: 2001
Festkommers zum 70. des HSV Bockeroth
mn. In den Vereinsfarben geschmückt präsentierte sich am Abend des 30. Juni der Saal „Op de Hüh" in Bockeroth, wo der Festkommers des Handball-Sport-Vereins Bockeroth stattfand. Der Vorsitzende, Fritz Lütz, begrüßte eine Vielzahl von Gästen, darunter Bürgermeister Peter Wirtz, die Ratsmitglieder Karl Schmitz, Dr. Josef Griese, Peter Fuchs, Wolfgang Wicharz und Volker Herrmann, den Vertreter des Handballverbandes Mittelrhein, Franz Friedel, sowie Vertreter befreundeter Vereine.
In einem Grußwort überbrachte der Bürgermeister die Glückwünsche der Stadt und freute sich, dass dieser Verein
— nicht zuletzt wegen seiner vorbildlichen Jugendarbeit — voller Zuversicht in die Zukunft schauen könne.
Er wünschte sich, dass der Handball weiterhin eine sportliche Dominanz im Siebengebirge behält. Franz Friedel brachte einen Handball als Geschenk mit und konnte berichten, dass es einen neuen Handballkreis Bonn—Euskirchen—Sieg gibt, der den Handballkreis Sieg ablöst. Auch er wünschte dem Verein alles Gute für die zukünftige Arbeit.
Lang war die Reihe der Gratulanten, an deren Anfang Johannes Wicharz, selbst seit 53 Jahren im HSV, die Glück-wünsche der Singgemeinschaft Bockeroth überbrachte. Gefolgt vom Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft, Holger Willcke, dem Vorsitzenden der KG — die 1953 aus den Reihen des HSV gegründet worden war — Wolfgang Wicharz, und dem Löschgruppenführer der Löschgruppe Bockeroth, Jürgen Rietmann. Alle drei übergaben dann auch das Geschenk des Festausschusses Bockeroth und ließen danach Volker Herrmann für die FDP, sowie die Vertreter des TuS Siebengebirge, der HSG und des TuS Thomasberg/lttenbach an die Reihe zum Gratulieren.
Bei der anschließenden Ehrung vieljähriger Vereinsmitglieder wurden Michael Lehmacher (25 Jahre), Helmut Mohr (50 Jahre) und nun zum Ehrenmitglied ernannt), Michael Hönnighausen (70 Jahre) und Hans-Jürgen Lehmacher (25 Jahre) auf die Bühne gebeten. Zusätzlich wurden Elisabeth Hilbig, Herbert Brengmann und Fritz Lütz für 25 Jahre aktive Mitarbeit im Verein geehrt, und für Heinrich Henseler — Spieler, Schiedsrichter und „Mädchen für alles" im Verein — gab es eine Ehrung für 30 Jahre Mitarbeit durch den Handballkreis und den Verband Mittelrhein.
Beifall gab es auch für die ehemals Aktiven des 0-Clubs, die 1947 gegründete erste Damenmannschaft des HSV. Mit Margarethe Klein, Anneliese Bertram, Maria Reifferscheid, Änni Weiler und Christel Wilberg hatte man fast alle früheren Spielerinnen zusammenbringen können. Gemeinsam gedachte man der kürzlich verstorbenen Käthe Lehmacher, die dem Kreis angehörte. 0-Club hieß die Mannschaft, weil sie trotz aller Bemühungen stets an den Künsten der gegnerischen Torfrauen scheiterte und keine Treffer erzielte. „70 Jahre HSV - mal ernst mal heiter" war der Titel eines Vortrages von Geschichtsschreiber Alexander Lehmacher und Hermann F. Sack, die in launigen Worten die Geschichten hinter der Geschichte des Sportvereins aufleben ließen und viel Heisterkeit bei den Besuchern ernteten.
Mit einem Sportprogramm der besonderen Art zeigten die derzeitigen Vorstandsmitglieder die Arbeit der einzelnen Abteilungen und wurden für ihre schweißtreibenden Vorführungen mit viel Applaus belohnt. Mit einem Auftritt der „Sternschnuppen' — die ebenfalls aus dem HSV hervorgingen und 1959 gegründet wurden — endete der offizielle Teil des Programms. Sie erhielten, wie die beiden Solomariechen Jeanette Heinrich und Katharina Lehmacher, tosenden Beifall für ihren Auftritt und überbrachten durch Hermann Frömbgen eine Kristallschale als Geburtstagsgeschenk. Die Tanz- und Show-band „Barbados", die schon zwischendurch aufgespielt hatte, übernahm nun ganz die musikalische Führung und unterhielt die Gäste, die auch der Aufforderung zum Tanz gerne nachkamen.
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