Aufnahme: 1996

"Offene Tür" im landwirtschaftlichen Anwesen von Michael Dahm

"Massenandrang bei der 'Offenen Tür' im Bauernhof Dahm


st. Der Bauernhof von Michael Dahm in Uthweiler hatte Hof- und Scheunentüren geöffnet. Er hatte zusammen mit dem Uthweiler Bürgerverein zu einem 'Tag der offenen Tür' eingeladen. Wie im vorigen Jahre so strömten auch diesmal wieder die Menschenmassen in den Bauernhof. Groß und Klein konnten sich bei diesem Hoffest vom Leben mit Tieren überzeugen und gewannen somit einen Einblick in das ländliche Dasein. Die Kinder wälzten sich im Stroh und Erwachsene und Kinder übten sich an der Holzkuh im Wasser melken. Auch Hängebauchschwein Napoleon ließ sich geduldig von den Kleinen streicheln. Der Ziegenbock hatte auch seine Reize für die vielen Besucher. Die Kinder waren begeistert, nicht nur vom Bauernhof, sondern auch von den Kutschfahrten und vom Ponyreiten. Natürlich war auch der Kuhstall ständig belagert.

"Mit dem 'Tag der offenen Tür' wollte Michael Dahm das Image der Landwirte aufpolieren. Er wollte auch informieren über die tägliche Arbeit einer Landwirtsfamilie und natürlich für seine Produkte werben. Natürlich gab es auch landwirtschaftliche Produkte zu kosten und auch zu kaufen. Attraktion dabei war der schmackhafte selbst gemachte Käse. Bei dem schönen Wetter tat ein Glas frisch gemolkene Milch besonders gut. Ferner gab es Obst, Gemüse, Marmelade und Imkereiprodukte. Schautafeln informierten über den integrierten Landbau sowie über den Pflanzenschutz. Ein weiterer interessanter Anziehungspunkt war die moderne Technik auf einem Bauerngut. So konnte man Traktoren und Mähdrescher bewundern. Das Interesse weckte auch der Maishäxler.

Anhand vieler Produkte erklärte die Familie Dahm den Werdegang vom 'Rohstoff' bis zur fertigen Produktion. Die verschiedensten Samensorten waren auf einem Tisch ausgebreitet, denn die wenigsten Nichtlandwirte oder Städtebewohner wissen wie Samen aussieht und wie man ihn bearbeitet bis man die Früchte ernten kann. Übrigens: Die Verdienstspanne lässt immer mehr nach, und die Landwirte müssen für ihr Geld hart arbeiten. Um selbst zwei Brötchen zu kaufen, muss ein Landwirt ein Liter Milch verkaufen. Michael Dahm freute sich über die Tatsache, dass Kindergärten wieder mehr und mehr dazu übergehen, den Kleinkindern das Zusammenleben mit Tieren näherzubringen."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 37 vom 12.09.1996
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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