Aufnahme: 1995 (Bericht)
Der Sonnenberger Hof
"Im Jahre 1350 finden erstmals Erwähnung Johann von Sunnneberg und seine Frau Greta, als Pächter von 12 Morgen Land vom Kloster Heisterbach. 1409 wird Heinrich von Heese durch Herzog Adolf von Berg mit dem Hof Sonnenberg belehnt. Johann von Zweiffel, Amtmann von Blankenberg — er müßte zeitweise Eigner von Burg Niederbach gewesen sein — hatte gemeinsam mit seiner Gattin Agnes den Besitz im Jahre 1441. Die Ehe blieb kinderlos und gegen eine Leibrente vermachten sie den Hof dem Kloster Heisterbach, in dessen Besitz er auch bis zur Säkularisation (1803) blieb.
Zwischenzeitig bekannte Pächter waren: Peter und Adolf Meys (1685), Phillip Kaus; Schwiegersohn von Peter Meys, er war 1730 Pächter, ehe wiederum sein Schwiegersohn Wilhelm Reuter das Anwesen in Pacht übernahm. Dessen Sohn Matthias erhielt bei der Domänenversteigerung den Zuschlag und pachtete den Hof von 1813 bis 1821 für 530 Franc. Die Größe ist mit 104 Morgen angegeben. Aus dem Jahr 1820 ist verbrieft: Ankauf von 4 Morgen Land am Sonnenberger Hof aus ehem. kirchlichem Besitz.
Im Jahre 1840 erscheint Michael Weyler mit seiner Gattin Anna Sybilla, geb. Reuter, als Gutsherr zu Sonneberg. Um 1860 muß dann eine Erbteilung stattgefunden haben, die Ferdinand Schmitt größere Ländereien, ohne den Hof, der im Besitz von Michael Weyler verblieb, zukommen ließen. 1882 sind die Söhne des Letztgenannten Heinrich, Eduard und Michael als Besitzer eingetragen. Nach der Jahrhundertwende war der Hof heruntergewirtschaftet und kurz vor dem 1. Weltkrieg kaufte Ferdinand Schmitt den Hof von einem Kölner Juden. Sein Sohn Heinrich übernahm das väterliche Erbe im Jahre 1951 und verlegte sich auf größeren Obstanbau. Zum Stammobst kamen Erd- und Himbeerkulturen, die wiederum von seinem Sohn Heiner im Jahre 1979 übernommen wurden, der außerdem Mastviehhaltung betreibt. Seine Gattin Uschi führt das bekannte 'Sonnenberger Lädchen'."
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