Aufnahme: 1995

Propsteihof Oberpleis

Der Propsthof, heutiger Propsteihof, bis 1803 Eigentum der Katholischen Kirche, wurde im Zuge der Säkularisation vom Staat konfisziert (entschädigungslose Enteignung) und konnte ab dem Jahre 1803 von Privatleuten erworben werden.

Er ging mit 3 1/4 Morgen Hofraum und Garten, 73 3/4 Morgen Acker und 17 1/2 Morgen Wiesen vor 1820 in den Besitz des Ackerers Jakob Krumbach aus Siegburg über. Sein Sohn Heinrich, verheiratet mit Elisabeth Kemp (Elsfeld) bewirtschaftete den Hof bis 1875. Dieser ging dann in das Eigentum von Johann Anton Brambach über, der Maria Katharina geb. Krumbach, ehelichte.

Die Familie Brambach - sehr vermögend - hatte aus dem  Erlös des Verkaufs ihrer großen Liegenschaften an die Stadt Bonn drei Höfe gekauft: Einen bei Bonn, einen in Geislar und den Propsteihof in Oberpleis. Deren Tochter heiratete den langjährigen Oberpleiser Schullerer Niederstein (1939-1966). Deren Sohn Rüdiger ist der heutige Eigentümer und Bewirtschafter.

Quelle
Aus der Broschüre "Leben in und um Oberpleis", Seite 19, Herausgeber: Kreissparkasse Oberpleis 1995; Text: Karl Hermann Uhlenbroch
Zur Verfügung gestellt von
Wilbert Fuhr: Broschüre; Fotograf unbekannt Bilder und Berichte in der Galerie: Propsteihof
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