Aufnahme: 1950 (ca.)

Gut Kippenhohn (Luftaufnahme)

"Mit 97 1/4 Morgen war Gut Kippenhohn wie der Bellinghauserhof ursprünglich der Heisterbacher Abtei zugehörig. Als Jahreszahl wird hier 1315 angegeben. Ein Pächter Reuter gab das Anwesen 1449 an die Familie Müller aus Dollendorf ab. Ein späterer Eigner: Wilhelm Bellinghausen und dessen Ehefrau  geb. Müller, bewirtschafteten den Hof bis 1885, um ihn dann an einen Herrn Stella zu verkaufen.

Der Begriff 'Stellawerk', als Vorgänger der heutigen Didierwerke in Dollendorf, wird derzeit noch verwendet. Um 1900 ist von einem Frl. Pullen als Bewohnerin bekannt, daß sie den Weg zur Kirche in Oberpleis mit einer Pferdekutsche erledigte. 1930 kaufte Heinrich Kehnen den Hof. Die Familie Kehnen mußte ihren Besitz im Essener Raum der fortschreitenden Industrie opfern und bewirtschaftete das Areal. Ihr Nachfolger war die Familie Geuenich, die ihrerseits das Gut Kippenhohn vor kurzem abgab, da das ICE-Projekt eine rentable Bewirtschaftung nicht mehr zuläßt. Im norddeutschen Raum wurde für sie eine neue Bleibe gefunden."

Quelle
Aus der Broschüre "Leben in und um Oberpleis", Seite 28, Herausgeber: Kreissparkasse Oberpleis 1995; Text: Karl Hermann Uhlenbroch
Zur Verfügung gestellt von
Wilbert Fuhr: Broschüre; Maria Klein: Foto
Räume & Galerien
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