Aufnahme: 1944
Die Gebrüder Hermes wehrten sich vergeblich gegen die Beschlagnahme eines ihrer Pferde
Schreiben des Kreisbauernführers an die Geschwister Hermes vom 2.3.1944:
"Betr.: Sicherstellung des Zugkräftebedarfs
Im Verfolg der kriegswirtschaftlichen Massnahmen, bin ich gehalten, den Zugkräftftebedarf für die Land- und Forstwirtschaft wie Fuhrgewerbes sicherzustellen. Ich sehe mich nunmehr genötigt, Ihrem Betrieb ein Pferd zum Einsatz in einem anderen Betrieb zu entnehmen. Zwecks Musterung, Abschätzung und Abgabe fordere ich Sie auf, am Mittwoch, den 8.3.44, 13.30 Uhr in Uthweiler am Bahnhof eines ihrer Pferde, bezw. Fohlen vorzuführen. Im Weigerungsfalle werde ich gemäss Reichleistungsgesetz dasselbe beschlagnahmen und polizeilich vorführen lassen. Unkosten, Strafen u.s.w. geht in diesem Falle zu Ihren Lasten und haben dann das Pferd in Hennef vorzuführen.
Heil Hitler!
Ackermann
Kreisbauernführer"
Da man der Aufforderung nicht nachkam, wurde die Abgabe erzwungen:
*
*
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.