Abgebildete Personen
Aufnahme: 2023
kfd Eudenbach unterwegs im „Pleiser Hügelland“
Auf Empfehlung von Edith Jarzombek -ehemalige Pfarrsekretärin von Oberpleis- und Doris Homscheid, beide Kennerinnen des „Pleiser Hügellandes“, machte sich eine wanderfreudige Schar Oberhauer kfd Damen -unter deren Führung- auf einen 5,5 km langen Rundweg. Ausgangspunkt war die schöne Antoniuskapelle in Oberpleis-Wahlfeld, gebaut 1885/86, die aber zuerst in Uthweiler stand. Später – 1976 – musste sie dort einem Wohnhausneubau weichen, wurde abgebaut und 1982 in Wahlfeld, mit Hilfe der Dorfgemeinschaft, wieder errichtet.
Eine ansehnliche, gepflegte Kapelle im Fachwerkstil, die allgemein Bewunderung fand.
Bergan, vorbei an Plantagen, saftigen Wiesen, einem herrlichen Blick auf den Ölberg und das Siebengebirge, erreichte man auf der Höhe des Hartenbergs die dortige Wegekapelle, bekannt auch als“ Heiligenhäuschen“ mit der mächtigen Linde. Nach mündlicher Überlieferung stand früher an dieser Stelle eine Schutzhütte für Fuhrleute, die hier auf dem Weg von Kloster Heisterbach nach Siegburg rasteten. Später- 1905- wurde diese von dem Besitzer der Parzelle – aus Dankbarkeit für eine überstandene Viehseuche- zur heutigen Wegekapelle umgebaut.
Alle Ausführungen durch Edith fanden grosses Interesse und manches Kerzchen wurde zu Ehren der Muttergottes angezündet. Allmählich ging es wieder bergab – (in der Ferne war der Kölner Dom zu sehen und der Michelsberg in Siegburg) – zum etwas abgelegenen „Gut Elsfeld". Hier wartete bereits Rudolf Homscheid, Ehemann von Doris, der sachkundig auf die Geschichte dieses prächtigen Anwesens einging, das früher mal ein Rittersitz war. Dazu gehörte auch eine Mahlmühle in Freckwinkel, die vom Düwelsarschbach angetrieben wurde.
Mitte des 19. Jahrhundert entstand das jetzige“ Gut Elsfeld“ mit vielen Ländereien. Es folgten verschiedene Besitzer. Die heutige Eigentümerin betreibt hier eine Naturheilpraxis und die Hofanlage und das Fachwerkständerhaus ist in die Denkmalliste der Stadt Königswinter eingetragen.
Weitere Station war Jüngsfeld, bekannt durch seine Baumschulen, einem wichtigen Wirtschaftsfaktor im Raum Oberpleis. Die erste wurde 1877 hier von Bernhard Dahs und seinem Halbbruder Adolf Reuter gegründet und erreichte Bekanntheit über die Grenzen hinaus. Man kann sagen, dass die Baumschulen in Jüngsfeld die Urzelle war, aus der die heutigen Baumschul- und Obstbaubetriebe in der Region sich größtenteils entwickelt haben.
Nach einem Besuch auf dem Tierfriedhof, der dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen feierte, warteten - zurück an der Antoniuskapelle - aufgestellte Tische, Stühle und Bänke mit Sitzkissen, Getränke, eine köstliche Suppe und Brot auf die Wanderinnen. Alles liebevoll hergerichtet von Damen des kfd Vorstands, der Helferinnenrunde und eines Ehemanns. Eine willkommene Stärkung, ein gemütlicher Abschluss einer wunderschönen Wanderung mit viel Heimatkunde, bestem Herbstwetter und einem herzlichen, freundschaftlichen Miteinander.
Die Wandergruppe an der Antoniuskapelle in Wahlfeld.
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