Aufnahme: 2017 - 2018
Die Eisbacher Marienkapelle
... ist ein beliebtes und lohnenswertes Ziel, deren 147. Stiftungsfest am Sonntag, dem 01. Oktober 2017, begangen wurde. Eine ganz besondere Tradition ist die aus diesem Anlass stattfindende jährliche Prozession zur Andacht, den Bittweg hoch von Sankt Pankratius aus zur Feier der Kapellenkirmes. Zur Geschichte der Entstehung der Kapelle schrieb Prälat Peter Buchholz im Oktober 1957 den anrührenden Satz: „Die Geschichte der Eisbacher Kapelle ist ein ergreifender Beweis für die Macht des Gebetes und die nie versagende Hilfe der Gottesmutter." Im Jahre 1844 fürchtete Peter Kirschbaumaus Eisbach um das Leben seiner Frau und um das des er-warteten ersten Kindes und gelobte, wenn die Gottesmutter ihnen in ihrer Not beistand und Mutter und Kind überleben ließ, eine Kapelle zu ihren Ehren zu stiften. Er hielt sein Wort und im Jahre 1870 wurde die Kapelle geweiht.
Im Jahre 2010 wandelte der Erbe, Pfarrer i.R. Werner Buchholz, die Eisbacher Marienkapelle in eine Stiftung um. Lebendig ist das Leben in und um die Eisbacher Kapelle geblieben. Man denke nur an die vielen jungen Familien, die hier zugezogen sind und sich im Dorfleben mit einbringen. Allen älteren und jüngeren Eisbacher Bürgern liegt die Kapelle am Herzen. So gibt es nicht nur Messen oder Andachten jeweils dienstags zweimal im Monat und an den Feiertagen. Wir gedenken auch unserer Verstorbenen mit einem in der Kapelle stattfindenden Totengebet auf ganz persönliche Weise. Wie im Generalanzeiger zu lesen, wurde anlässlich der Kapellenkirmes, am 01. Oktober 2017, auch das neu gestaltete Außengelände rund um die Kapelle eingeweiht und von Pfarrer Hoitz gesegnet. Seit 2015 finden unter der Bezeichnung „KunstKulturKapelle", immer am letzten Sonntag eines Monats, abwechslungsreiche Veranstaltungen in der Marienkapelle statt.
Die Gruppe „Mintville" gastierte zur Öffnung dieser Veranstaltungsreihe. Aber nicht nur Musik erklang: es gab zum Beispiel einen Vortrag des aus Oberpleis stammenden Historikers Dr. Christian Hillen über die Geschichte des Zisterzienserklosters Marienstatt. Dann sprach Daniel Neudecker aus Eisbach über das Soziale Jahr, das er nach dem Abitur in Chile abgeleistet hat. Der Landwirt und Archäologe Hein Walter sprach über die Frühgeschichte Eisbachs und seiner Umgebung. Musik gab es auch wieder: Edgar Zens war schon zweimal mit seinem Barockensemble zu Gast. Einen Dia- und Filmvortrag über unsere herrliche Landschaft, „Das Eisbachtal im Wechsel der Jahreszeiten" hielt Herr Giershausen. Die Literatur kam auch nicht zu kurz. Frau Dr. Gabriele Hamburger las aus ihrem Buch „Vanitas" über die Geschichte der Gegend um die Abtei Heisterbach und den Bonner Raum. Die Autorin Michaela Küpper las bei uns schon aus einem ihrer im Rhein-Sieg-Kreis angesiedelten Krimis und auch aus dem von ihr verfassten Reiseführer „Entlang der Sieg".
Dazu sangen wir im Publikum Wanderlieder, begleitet auf der Gitarre von unserem Stiftübungsvorsitzen den, Burkhard Severin. Ein starker Kontrast dazu war die Klangschalen - Performance von Frau Monika Sadeghian aus Sand. Diese Entspan nung für Seele und Körper wird wiederholt kurz vor dem 1. Advent, am Sonntag, dem 26. November, ebenfalls um 19:00 Uhr in der Marienkapelle.
lrmgard Granitzki
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