Abgebildete Personen
Aufnahme: 2013
Waschtag
Bevor die vollautomatische Waschmaschine um 1950 den Einzug in viele Haushalte hielt, war Wäschewaschen mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden. Oft wurde dafür ein spezieller Tag in der Woche angesetzt. Stark verschmutzte Wäsche wurde zuerst in der Bött, einer Zinkwanne, eingeweicht. Dann kam das Waschbrett zum Einsatz (Vorwäsche). In der Zwischenzeit wurde "de Kuhl jestoch" (ein gemauerter Ofen mit eingelassener Kupferwanne), die mit Holz beheizt wurde. Hierin erfolgte dann der Hauptwaschgang unter ständigem Rühren mit einem großen Holzlöffel. Erleichtert wurde dieser Vorgang durch den Einsatz eines Stampfers mit Gummi- oder Metallkopf.
Dann wurde die Wäsche mit kaltem Wasser klargespült und mit der Hand ausgewrungen oder mit der Trockenpresse vom Wasser befreit und in „de Maan" (geflochtener Weidekorb) gelegt, um sie dann entweder draußen "op de Ling" (Wäscheleine ) zum Trocknen zu hängen oder bei weißer Wäsche "op de Bleech" (zum Bleichen auf die Wiese) zu legen. Kleinere und weniger verschmutzte Wäschestücke wurden schnell in "de Komp" (der Waschschüssel) gewaschen Ein solcher Waschtag fand in der in vielen Häusern im Keller speziell eingerichteten Waschküche statt.
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