Aufnahme: 2013

"Wer im Sommer Kappes klaut, hat im Winter Sauerkraut."

Bis in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts machten noch viele Haushalte in ländlichen Gegenden ihr eigenes Sauerkraut (Sure Kappes). Grundvoraussetzung dazu war ein Krauthobel (Kappesschaaf), der meistens einer Familie gehörte und dann unter der Nachbarschaft weitergereicht wurde.

Der Hobel besteht aus einem ca. 1 m langen und 40 cm breiten Brett mit seitlichen Längsschienen und in der Mitte mehreren eingelassenen Messern. Zwischen den Schienen läuft ein offener Holzkasten, in dem der Kappes (von caput – lat. der Kopf) hin und her geschoben und so in dünne Streifen geschabt (jeschaaf) wird.

Quelle
Oberhauer Sammlerscheune
Zur Verfügung gestellt von
Fritz Karl Birkhäuser
Räume & Galerien
Aus den Dörfern ringsum Kulturelles
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