Wahlfelder Gedenkkreuz am Bachweg wird renoviert - seine Geschichte

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Aufnahme: 2006

Wahlfelder Gedenkkreuz am Bachweg wird renoviert - seine Geschichte

Auf Initiative der Dorfgemeinschaft Wahlfeld und der Steinmetzfirma Reusch wird das über hundert Jahre alte Gedenkkreuz an der Wahlfelder Straße 11 (Einmündung Bachweg) renoviert werden. Mit ihm ist eine tragische Geschichte verbunden:

Lisbeth Rösgen geb. Heimbach kann sich noch gut daran erinnern, was ihr Vater Wilhelm Heimbach über den tragischen Unfall erzählte, der sich im Jahre 1899 ereignet hatte. Er lebte mit seiner Mutter Margarete Heimbach geb. Weber, seiner Schwester Katharina und seinem Großvater Gisbert Weber in Wahlfeld. Man betrieb eine kleine Landwirtschaft. Wilhelms Vater war früh gestorben, sodass der Großvater Gisbert der Ernährer der Familie war. Lisbeth Rösgen erzählt: "Es war ein heißer Tag, man hatte Heu eingefahren und in die Scheune gebracht. Nach getaner Arbeit standen die Erwachsenen noch beisammen und unterhielten sich. Einer der Helfer spielte mit einem langen Zündholz und zeigte den Kindern, wie er dieses an seiner Schuhsohle entzünden konnte. Mein Vater, damals 8 Jahre alt, beobachtete, wie der Zündholzkopf abbrach und in hohem Bogen in die hinterste Ecke des Heubodens flog. Zuerst hatte niemand von den Erwachsenen etwas bemerkt, doch schon bald schlugen die ersten Flammen aus dem Heuhaufen. Sein Großvater kletterte hinauf, um das Feuer zu ersticken, doch schon bald brannte alles lichterloh. Gisbert Weber wurde ein Opfer der Flammen. Die Scheune brannte bis auf die Grundmauern nieder. Mein Vater hat dieses schreckliche Ereignis nie vergessen können. Er hat dann später an gleicher Stelle unter großen Entbehrungen die Scheune wieder aufgebaut, und so lange er lebte, durfte sie nicht abgerissen werden.”

Das Loch in der Sockelinschrift des Kreuzes rührt von einem Granatsplitter aus dem Zweiten Weltkrieg her, wie Felix Bäßgen zu berichten weiß:

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