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Politiker besichtigten ICE-Trasse
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Lärm- und Landschaftsschutz wurden angemahnt.
st. Zwischen Stieldorferhohn und Bockeroth, wo meterhohe Seitenablagerungen abgetragen werden mussten, fordert die Stadt Königswinter von der Bahn Ersatz. Dies erklärte Bürgermeister Peter Wirtz bei einer Presse- und Politiker-Informationsfahrt entlang der ICE-Trasse, wozu der Landrat eingeladen hatte. Durch das Gewicht der Erde kam es in den unteren Schichten zu einem Rutsch. Die Erde kam nicht mehr zum Stillstand, erläuterte auch Udo Kampschulte von der Bahn. „Der gesamte Wall ging auf Wanderschaft." Der Bahn blieb nichts anderes übrig, als die Erdmassen wieder abzutragen. Nun will die Bahn auf Drängen des Bürgermeisters und des Landrates andere Lärmschutzmaßnahmen ergreifen. Wirtz kritisierte auch eine Lücke im Schallschutz in Stieldorferhohn, fehlende Lärmschutzmaßnahmen für Bockeroth, Döttscheid und Ruttscheid sowie die schleppende Fertigstellung von Wirtschaftswegen. Die Besichtigungsfahrt begann am Domblick in Rottbitze und endete nach 13 Kilometern in Rauschendorf.
Karl-Heinrich Hosang von der Bahn und Hans-Adolf Schmitz von der Kreisverwaltung erläuterten die Optimierungen im Bereich der Logebachtalbrücke. Dort wurde der Rettungsplatz in die Inselfläche zwischen Autobahn und ICE- Trasse gelegt. Der Brückenpfeiler der Logebachtalbrücke wurde zum Erhalt des natürlichen Bachlaufes verschoben. Die Baustellenfläche im Schutzgebiet wurde minimiert, und es wurden Anlagen mit Nahrungsteichen für die dort lebenden Eisvögel geschaffen. Die Landschaftsbrücke im Bereich des Laagshofes wurde auf eine Länge von 255 Meter gebaut. Sie ist gleichzeitig die Rohrbrücke für die Pipeline. Vorgestellt wurde auch der auf 145 Meter verlängerte Ittenbachtunnel. Nächste Station war der Bereich um Kippenhohn. Durch die Trassenabsenkung zwischen der Autobahnabfahrt Ittenbach und Bockeroth wurde ein verbesserter Landschaftsschutz erreicht.
Durch die Bündelung von Zufahrtsstraßen mit der Neubaustrecke und durch den Erhalt von Gehölzen erfolgte ein wesentlich geringerer Eingriff in Natur und Landschaft im Bereich „Am Keth". Eine landschaftsschonende Querung des Hasenpohler Baches wurde dort durch die Absenkung der Trasse um vier Meter erreicht. Dann ging es nach Sonderbusch und Stieldorferhohn. Dort erfolgten eine Verschiebung der Autobahn und die Anlage eines Lärmschutzwalles auf der alten Autobahntrasse. Mit dem Düwelsarschbach wurde ein neuer Kaltluft- und Kleintierdurchlass geschaffen. Die tiefste Trassenabsenkung zur landschaftsgerechten Einpassung und verbessertem Lärmschutz erfolgte im Gebiet Sonderbusch/Stieldorferhohn um etwa sieben Meter. Die Grundwasserwanne der Bockerother Straße wurde gesenkt.
Die Besichtigungsfahrt endete im Bereich der Scheurenstraße, die neu trassiert wurde. Die Brücke über die Autobahn wurde etwa 100 Meter weiter nördlich verlegt. Verlegt wurde auch die Pipeline westlich der Lärmschutzwälle zum Schutz für Rauschendorf, und schließlich erfolgte eine Bachverlegung mit weitgehend offener Führung. Zuvor war eine Pause auf der neuen Autobahnbrücke der Dollendorfer Straße in Höhe Grengelsbitze eingelegt worden. Diese Konstruktion fand nicht den ungeteilten Beifall. Die Straßenanbindung an den Brückenneubau weist nun Kurven und Höhenunterschiede auf. Rainer Gast hält das Brückenbauwerk selbst auch für gefährlich. Leitplanken und Geländer beeinträchtigen die Sicht. In den Straßenmulden könne sich Regenwasser sammeln und im Winter würden die Brückenabschnitte zu gefährlichen Rutschbahnen. Rad- und Gehwege seien ungesichert. Mindereinnahmen mit seiner in unmittelbarer Nähe gelegenen Gärtnerei im laufenden Jahr führt Rainer Gast auf die lange andauernden Arbeiten am Brückenbauwerk zurück.
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